Der höchste Neueinsteiger in der Album-Liste von Media Control, die CD „Blast Action Heroes“ von der HipHop-Formation Beginner, führt das Feld nationaler Produktionen an, die diese Woche von sich reden machen. Neben den bereits in den Charts platzierten Künstlern finden sich hier Neueinstiege unter anderem von In Extremo, Blumfeld und dem Österreicher Hansi Hinterseer. Und auch bei den Singles erhöht sich mit den Neuzugängen „No Limit (On The Beach)“ von Klubbingman, „Kein Grund zur Panik“ von Wolfgang Petry und „You Gotta Be You“ von D! Nation der Anteil nationaler Produktionen auf 46 Prozent, bei den Alben sind es 35 Prozent.
Daran großen Anteil hat die Firma Universal Music, die diese Woche zudem mit einem Charts-Anteil von 49,2 Prozent bei den Singles einen Firmenrekord meldet. Allein sechs Titel der Top Ten stammen vom Berliner Konzern, bei den Alben sind gar die ersten fünf Plätze in Universal-Hand. Tim Renner, Chairman und CEO Universal Music Deutschland, führt den Erfolg unter anderem auf den Fokus auf nationales Repertoire zurück, weil die Hälfte der diese Woche neu eingestiegenen Universal-Künstler direkt von Universal Deutschland unter Vertrag genommen wurde: „Das spricht für unsere A&Rs, die hier Weitsicht und Durchhaltevermögen bewiesen haben. Zudem greifen nun die Optimierungsmaßnahmen, die wir Anfang des Jahres umgesetzt haben. Sie zeigen uns, dass es der richtige Schritt war, unsere Labels noch spitzer auf die jeweiligen Genres zu positionieren.“
Für BMG bringt indes der einstige Ski-Star Hansi Hinterseer aus Österreich rekordträchtige Ergebnisse im Volksmusiksegment. Sein aktuelles Album „Danke für deine Liebe“ (White/BMG Ariola München) stellt auf Rang zehn nicht nur den dritthöchsten Einstieg in der Kalenderwoche 38, auch seine „Best Of“-Sammlung steigt von Platz 146 auf Platz 50 und kann sich damit erneut in den Top 100 platzieren. Diese erfreulichen Ergebnisse rühren von seiner ARD-Show „Das große Hansi Hinterseer-Open Air“ vom 30. August her. Mit sechs Millionen TV-Zuschauern wollten doppelt so viele Menschen den Volksmusikstar sehen wie die gleichzeitig auf RTL ausgestrahlte „Deutschland sucht den Superstar“-Folge. Ebenfalls von Unterstützung aus dem Fernsehen profitieren Coldplay, deren Album „A Rush Of Blood To The Head“ (Capitol) nach dem Auftritt und Auszeichnungen bei den diesjährigen MTV Video Music Awards von Position 26 auf 15 steigt. Der gleichfalls prämierte Justin Timberlake verbessert sich mit seinem Album „Justified“ (Jive/BMG Ariola München) von 38 auf 24.
Und auch deutsche Shows zeitigen erfreuliche Resultate in den Charts. In der Auflistung der Compilations finden sich gleich zwei CDs zur „DDR Show“ auf RTL. Die beiden von BMG Ariola Media erstellten Compilations, „Die besten Rock & Pop-Songs Vol. 1“ und „Die schönsten Schlager“, rangieren auf Platz elf und 30.
Als höchsten Neueinsteiger bei den Longplayern meldet Media Control die siebenköpfige Band In Extremo, die im siebten Jahr ihres Bestehens mit der programmatisch betitelten CD „7“ (Motor Music) allerdings auf Rang drei landet – das bisher beste Charts-Resultat für die Gruppe, die Rock-Sounds mit der Welt des Mittelalters kreuzt.
Auf die Magie von Zahlenspielen vertrauen auch andere Künstler. Eros Ramazotti glaubt an die „9“ (Platz 32) und Jewel hat sich für „0304“ entschieden (neu auf Platz 33), während Phillip Boa mit seinem reformierten Voodoo Club in Anlehnung an halbvergessene Musikkassetten-Zeiten die „C 90“ (Neueinsteiger auf Rang 46) beschwört.



