Musik

Charts KW38: Posthume Erfolge von Aaliyah

Die amerikanische R&B-Sängerin Aaliyah ist tot – makabererweise steigert diese Tatsache ihre Plattenverkäufe. Mit Alicia Keys ist unterdessen schon der nächste Superstar geboren.

Nach dem tragischen Unfalltod von Aaliyah boomt ihr letztes Album. In den amerikanischen Longplay-Charts schießt die CD „Aaliyah“ von Platz 19 auf eins. Die Verkaufszahlen verfünffachten sich laut SoundScan im Vergleich zur Vorwoche nahezu mit einem Sprung von 62.075 auf 305.925 verkaufte Einheiten. In den Euro-Charts ist Aaliyahs Longplayer höchster Aufsteiger mit einer Verbesserung von 86 auf 19. In Deutschland wirkte sich die Nachfragesteigerung nach Aaliyahs musikalischem Vermächtnis vor allem in der letzten Woche aus, als die CD von 52 auf neun kletterte. In dieser Woche rangiert der Longplayer in der Media-Control-Hitliste auf Platz 23.

Ihren Durchbruch in Deutschland feiert Alicia Keys, die Entdeckung von Branchenlegende Clive Davis und Vorzeigekünstlerin seines neuen Labels J Records. Ihr Album „Songs In A Minor“ debütiert in den deutschen Top 100 auf Rang vier. Die Single „Fallin'“ klettert zeitgleich von Position 13 auf Platz zwei. In den USA hatte das Soul-Talent mit beiden Tonträgern den Charts-Thron bestiegen.

Von null auf zwei katapultiert sich Jamiroquai mit der neuen CD „A Funk Odyssey“. Sänger Jason Kay und Co. schließen damit fast an den Erfolg des letzten Albums „Synkronized“ an, das 1999 direkt nach VÖ das Charts-Zepter übernahm. Dass es diesmal nicht ganz reichte, liegt an der unbezwingbaren Konkurrenz von Pur. Die Band verteidigt mit „Hits Pur – 20 Jahre eine Band“ die Spitze und hat für über 450.000 verkaufte Einheiten schon Platin und drittes Gold sicher.

Zwei Schlagersänger aus den Niederlanden mischen die deutschen Longplay-Charts auf. Der 15-jährige Jantje Smit wandelt erfolgreich in den Spuren von Heintje und platziert seine CD „Sing und lach mit mir“ aus dem Stand auf Platz 22. Und Frans Bauer profiliert sich mit dem Album „Wer an Träume glaubt“, das von Rang 73 auf 42 schnellt, als Top-Aufsteiger.

In Großbritannien steht „Mambo No. 5“ wieder auf Platz eins – diesmal aber nicht wie 1999 gesungen von Lou Bega, sondern in einer Neufassung mit der TV-Cartoonfigur Bob The Builder. Der Kinderliebling verbuchte bereits mit dem Vorgänger-Hit „Can We Fix It?“ die meistverkaufte Single des Jahres 2000 im Vereinigten Königreich.