22 Neueinsteiger krempeln die deutschen Longplay-Charts gehörig um. Vor allem das Spitzenfeld präsentiert sich völlig verändert mit sieben neuen Titeln unter den ersten acht. Schwäbische Zuverlässigkeit demonstriert dabei wieder einmal die Gruppe Pur, die mit dem Karriere-Rückblick „Hits Pur – 20 Jahre eine Band“ das fünfte Nummer-eins-Album in Serie nach „Abenteuerland“ (1995), „Live – Die Zweite“ (1996), „Mächtig viel Theater“ (1998) und „Mittendrin“ (2000) verbucht. Zusätzlichen Auftrieb erhielten Hartmut Engler und Co. noch durch die TV-Übertragung ihres Konzerts in der neuen Arena AufSchalke im ZDF.
Him pflegt mit der CD „Deep Shadows And Brilliant Highlights“ die Devise „mehr Romantik, weniger Metal“ und belegt Platz zwei. Die finnische Formation knüpft damit an den Nummer-eins-Triumph mit dem Vorgänger „Razorblade Romance“ im letzten Jahr an.
Mehr krachen lassen es zwei andere Neueinsteiger in die Top Five. Slipknot setzt sich mit „Iowa“, der ersten Veröffentlichung des Labels Roadrunner beim neuen Vertriebspartner Mercury/Universal, auf Rang vier. Die maskierten Metaller bescheren Roadrunner damit das zweitbeste Resultat der Labelgeschichte nach Rang drei für „World Coming Down“ von Type O Negative 1999.
Ihren endgültigen Durchbruch in Deutschland vollzieht auch die Gruppe Staind mit „Break The Cycle“ auf fünf. Damit gelingt es ihrer Plattenfirma eastwest zum wiederholten Mal in diesem Jahr, einen Newcomer-Act in Spitzenpostitionen zu bringen. Dieses Kunststück vollbrachte die Plattenfirma zuvor vor allem im Singles-Bereich mit den vergoldeten Maxis „Overload“ von den Sugababes (Platz drei) und den Spitzenreitern „Miss California“ von Dante Thomas feat. Pras sowie „Follow Me“ von Unkle Kracker.
Neue Rekordplatzierungen in den deutschen Top 100 Longplay verbuchen die isländische Popfee Björk und die britische New-Wave-Legende New Order. Björk katapultiert sich mit „Vespertine“ auf Rang drei und damit um drei Plätze höher als ihr bislang erfolgreichstes Album, „Post“ (1995). New Order landet mit „Get Ready“ auf Rang sieben und feiert damit Top-Ten-Premiere bei den Alben nach zweimal Platz 18 mit „Power, Corruption And Lies“ (1983) und „Substance“ (1987).



