Mitten im Sommerloch passiert nicht allzu viel in den deutschen Charts. Bei den Singles ist Kai Tracid mit „Too Many Times“ auf Platz 24 höchster Neueinsteiger der Woche. Bei den Alben genügt den Metallern von Six Feet Under mit „True Carnage“ sogar Platz 40 zur Erringung dieses Titels. Dass auch die Verkaufszahlen der Spitzenalben in den Top 100 derzeit wenig berauschend sind, belegt die Tatsache, dass sich die am 10. August veröffentlichten „Bravo Hits 34“ mit nur zwei Verkaufstagen nicht nur den angestammten Thron der Compilations-Charts sichern, sondern zugleich das meistverkaufte Album der ganzen Woche in Deutschland darstellen.
Einen beeindruckenden Wiedereinstieg auf Platz 20 landet Wyclef Jean mit seinem Album „The Ecleftic“. Epic hatte nach dem Erfolg der Single „Perfect Gentleman“ (diese Woche auf elf) eine TV-beworbene Neuauflage des Albums veröffentlicht, die eine Bonus-CD mit Remixen und Video-Tracks enthält. Dieses attraktive Zusatzangebot sorgte jetzt für den neuen Höhenflug des Albums.
Zu den Gewinnern der Woche zählt die Gruppe Atomic Kitten, die sich mit allen ihren aktuellen Tonträgern verbessert. In den Singles-Charts klettert ihr Bangles-Cover „Eternal Flame“ von zwölf auf fünf, und der ehemalige Nummer-eins-Hit des Trios, „Whole Again“, steigt von 28 auf 26. Das Album „Right Now“ macht gleichzeitig einen Sprung von 22 auf zehn.
Apropos „Eternal Flame“: Nicht nur Atomic Kitten besingt in der deutschen Singles-Hitliste momentan mit Erfolg die Ewigkeit. Dies tut auch Robbie Williams, dessen Song „Eternity“ von 13 auf acht nach vorne stößt. Und auf Platz 19 beschwört Sylver mit „Forever In Love“ den Glauben an die ewige Liebe.
Die deutschen Singles-Charts verzeichnen in diesem Jahr bislang elf verschiedene Spitzenreiter. Das sind exakt genauso viele wie anno 2000 zwischen Neujahr und Popkomm. In den USA ist indes die Zahl der Nummer-eins-Hits im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zurückgegangen. „Fallin'“ von Alicia Keys ist der zehnte Spitzenreiter in diesem Jahr, 2000 waren es bis Mitte August zwölf Songs, die den Charts-Gipfel erklommen.



