Das Berliner Quartett Wir sind Helden schwingt sich mit seinem ersten Album „Die Reklamation“ tatsächlich heldenhaft von null auf sechs und erzielt somit einen Charts-Rekord für ihre Plattenfirma Labels. Rang zehn war die bisherige Top-Platzierung für Produkte der Virgin-Tochter – jeweils erreicht von The Notwist 2002 mit „Neon Golden“ und Anfang dieses Jahres von Calexico mit „Feast Of Wire“. „Uns fehlen die Worte“, meint Sven Hasenjäger, für Marketing und Labelmanagement zuständig, zu einem in diesem Ausmaß nicht erhofften Triumph.
„Top 40 war unser Minimalziel. Aber wir hatten auch Angst, dass die Platte im Sommerloch untergehen könnte.“ Das Gegenteil ist der Fall, für Hasenjäger „eine Sensation – zumal für ein Debütalbum einer Band mit deutschen Texten ohne TV- oder Hörfunkspotkampagne“. Wir sind Helden seien eben „eine hervorragende Band mit einem großartigen Album, die zur richtigen Zeit mit den richtigen Slogans am richtigen Ort“ auftauchten. Zudem habe sich die Gruppe durch ausgiebiges Touren in den letzten Monaten bereits eine Fangemeinde erspielt. „Gute Unterstützung erhielten wir vom Handel, wo unsere große Deko-Aktion gefruchtet hat, und auch vom Radio“, ergänzt Hasenjäger. „‚Ne Menge Glück gehörte auch dazu“, räumt der Labels-Manager freimütig ein.
Zwei Top-Stars aus dem Hause EMI steigern im Zuge ihrer Freiluft-Tourneen erneut ihre Tonträgerpositionen. So katapultierte sich Herbert Grönemeyer mit „Mensch“ bereits letzte Woche wieder auf die fünf und verteidigt diese Position nun. Und die Open Airs von Robbie Williams lösten einen neuerlichen Run auf dessen Charts-Dauerbrenner aus. So vollzieht sein letztes Studioalbum „Escapology“, mit einem Satz von 34 auf acht ein Comeback in den Top Ten. Als Wiedereinsteiger grüßen „Swing When You’re Winning“ auf 60 und die CD „Sing When You’re Winning“, die auf Rang 67 ihre Hitlistenpräsenz auf exakt 100 Wochen steigert. Ebenfalls in den Top 100 zurück ist die DVD „The Robbie Williams Show“, die sich an 78. Stelle niederlässt. Im Alter von 58 Jahren ist Barry White an Nierenversagen gestorben. Das Gedenken seiner deutschen Fans manifestiert sich in der Rückkehr des Samplers „The Ultimate Collection“ auf Rang 59 in die Longplay-Hitliste. Der ungekrönte König des Schlafzimmer-Soul hatte seine Glanzzeit in den 70er-Jahren. Sein populärstes Album „Can’t Get Enough“ war 1974 Spitzenreiter in den USA und kam auf Platz drei in Großbritannien und auf fünf in Deutschland. Im gleichen Jahr kam sein berühmtester Song als Single heraus. Der unsterbliche Schmachtfetzen „You’re The First, The Last, My Everything“ ging in den USA auf eins, im Vereinigten Königreich auf zwei und in Deutschland auf neun.
Wolfsheim haben von ihrem Nummer-eins-Album „Casting Shadows“ (diese Woche 33) mittlerweile mehr als 200.000 Exemplare abgesetzt. Die Verleihung der Goldenen Schallplatte an das Duo verbanden ihr Label Strange Ways und Vertriebspartner Indigo mit einer rauschenden Fete bis zum Morgengrauen in der Kantine des Hamburger Schauspielhauses. Strange Ways bescherten Wolfsheim das erste Edelmetall überhaupt.
All die „Popstars“ und „Superstars“ ließen die letzte Riege der „Big Brother“-Hausbewohner etwas ins Quotenhintertreffen geraten. Für Charts-Platzierungen als Sänger sind sie aber immer noch gut. Die Big Brother Allstars sind mit „Anfang ohne Ende“ auf Platz neun Top-Neueinsteiger bei den Singles. Und Ulf entert mit „Ich liebe das Leben“ die Longplay-Charts auf 92.
Zeitig zum härtesten Radrennen der Welt melden sich Kraftwerk mit ihrer „Tour De France 2003“ zurück. Der Remix liegt auf Platz 50 nur drei Ränge unter der höchsten Position der Originalsingle anno 1983.



