Musik

Charts KW30: Charts-Erfolge in sechs Jahrzehnten

Der Österreicher Peter Alexander fügt seiner beeindruckenden Charts-Bilanz mit einem Jubiläumsalbum einen weiteren Eintrag bei. Ansonsten bestimmen Zahlen und Buchstaben das Bild.

Das Medienecho zum 75. Geburtstag von Peter Alexander sorgte dafür, dass die österreichische Unterhaltungsikone nun Hits in sechs Jahrzehnten und zwei Jahrhunderten erlebt. Seit 1953 platzierten sich 77 Singles – davon fünf Nummer-eins-Titel – und mehr als 30 Alben – 15 davon in den Top Ten – in den deutschen Hitlisten. Bei den Singles gelang dem Wiener zuletzt 1992 der Einzug in die Media-Control-Charts, „Auf die Liebe kommt es an“ kletterte bis auf Rang 57. Seine letzte LP in den deutschen Charts hieß 1988 „Mit Peter Alexander der Sonne entgegen“ und erreichte Platz 63. Diese Woche belegt seine Zusammenstellung „Das große Jubiläumsalbum“ (BMG Ariola München) Position 99.

Der höchste Neueinsteiger bei den Alben stammt ebenfalls aus dem Hause BMG Ariola München. Das Album „8701“ des Sängers Usher, das von null auf neun einsteigt, bediente sich der alten Geheimformel, mit Zahlen-Titel die Charts zu knacken. So erreichte Peter Maffays „38317“ Platz drei, während die Zahl „13“ 1970 die Doors und 1998 Die Ärzte in die Charts brachte.

„1“ von den Beatles führte sie auf selbigen Platz, Paul Hardcastle machte sich 1985 Gedanken über die „19“ und Prince hatte es mit der „7“ wie auch der „1999“. An Jahreszahlen fanden ebenfalls Iggy Pop & The Stooges Gefallen und beschäftigen sich mit „1969“ sowie „1970“. Satanische Hilfe bemühte die Band Aphrodite“s Child 1972 mit ihrem Album „666“, während die Gruppe Yes sich von der Alben-Bestellnummer „90125“ inspirieren ließ.

Wie auch bei Yes reichten der Rap-Formation M.O.P. drei Buchstaben für einen Charts-trächtigen Namen – ihr viertes Album „Warriorz“ stellt auf Rang 17 den dritthöchsten Einsteiger. Damit stehen sie in einer langen Liste kurzer Namen mit drei Buchstaben, die sich jedoch in drei Kategorien gliedern lassen.

Bands oder Künstler wie ABC, ATB, ATC, BZN, EMF, Ixi, KLF, LFO, L.T.D., OPM, PhD, RMB, R.E.M., SOD, STS, TLC, UKW oder XTC stehen mit diesem Namen für ein bestehendes oder neugeschaffenes Wort, während Bandkürzel wie BTO, CCR, CSN, EAV, E.L.O., ELP oder OMD für Abkürzungen regulärer Namen stehen. In eine dritte Kategorie fallen Bands, die auf knappe Wörter bei der Namensfindung zurückgriffen: Ace, Air, Bap, Can, Gun, Hot, Kiz, Luv, Mud, Pur, Sky und Who.