In den MusikWoche Top 100 Longplay gelingt Coldplay mit „X & Y“ nach zwei Wochen auf Rang zwei die Wiederbesteigung des Charts-Gipfels. Von Position drei auf zwei verbessern sich die Backstreet Boys mit „Never Gone„. Und auch Shakira macht mit „Fijación Oral Vol. 1“ einen Platz gut und rangiert nun an dritter Stelle. Von 14 Neueinsteigern gelingt keinem der Einzug in die Top Ten. Höchstplatzierter neuer Titel ist das „Greatest Hits“ -Album von The Offspring auf Rang 23. Akon behält die Vormachtstellung in den MusikWoche Top 100 Singles mit „Lonely“ vor der neuen Boygroup US 5, die mit „Maria“ auf Anhieb auf Platz zwei landet. Der Song „Dubi Dam Dam“ von Banaroo, der zuvor fünf Wochen lang Platz zwei pachtete, fällt nun in der Top-100-Liste, die immerhin zwölf Neuzugänge aufweist, auf Rang drei zurück. Die „Bravo Hits 49“ und „The Dome Vol. 34“ verteidigen weiterhin die beiden Spitzenplätze in den Top 30 Compilations. Die Kids-Kopplung „Smash! Vol. 29“ steigert sich hier von Rang vier auf drei.
„Solange es Mädchen gibt, werde ich Boybands schaffen“, versprach Lou Pearlman, „Macher“ der Backstreet Boys, von ‚N Sync, O-Town und Natural. Mit US 5 hat er jetzt nach eigener Aussage „die ultimative Boygroup“ an den Start gebracht. Und die mit solchen Vorschusslorbeeren bedachten Hoffnungsträger aus Pearlmans Talentschmiede setzen tatsächlich Duftmarken in den internationalen Charts. Mit Rang zwei in Deutschland schneidet die Formation mit „Maria“ dabei nun noch besser ab als in den USA, wo der Titel auf Platz sechs debütierte. Das mag damit zusammenhängen, dass US 5 eine durchaus deutsch geprägte Formation ist.
So gehören der Gruppe neben den beiden US-Boys Izzy und Richie und dem Briten Jay mit dem 16-jährigen Christoph aus Köln und dem 17-jährigen Michael aus Mainz zwei Gesangs- und Tanztalente aus deutschen Landen an. Und die Produktion übernahm das Berliner Duo Mike Michaels und Mark Dollar von Triple M Music in Kooperation mit Sammy Naja. Lou Pearlman fungiert als Executive Producer. Wie Christoph und Michael es geschafft haben, bei US 5 zu landen, war kürzlich auch in der Doku-Soap „Big In America“ auf RTL II zu verfolgen. Um an die Erfolge von Pearlmans erfolgreichsten Schützlingen heranzukommen, müssen US 5 nach dem gelungenen Start indes noch ein paar Platten mehr verkaufen. So setzten die Backstreet Boys in ihrer Karriere mehr als 65 Mio. Tonträger ab, ‚N Sync immerhin 56 Mio. Stück.
Eine Wachablösung ist diese Woche bei den Chartsanteilen im Longplay-Bereich zu vermelden. Sony BMG erreicht erstmals seit Vollzug der Fusion bei den kumulierten Werten das höchste Ergebnis und liegt mit 31,21 Prozent nun vor Universal mit 31,04 Prozent. In der aktuellen Woche rangiert Sony BMG mit 37,37 Prozent noch weitaus deutlicher vor dem Rivalen um die Marktführerschaft (28,84 Prozent). Maßgeblich dafür verantwortlich ist die Phalanx der Sony-BMG-Alben auf den Rängen zwei bis vier mit den Backstreet Boys, Shakira und Banaroo. Ganz anders sieht das Bild bei den Singles aus, wo Universal bei den kumulierten Charts-Anteilen mit 46,87 Prozent gegenüber Sony BMG mit 22,83 Prozent einen mehr als doppelt so hohen Wert erreicht. Noch dominanter ist Universal bei der Auswertung dieser Woche mit 51,55 Prozent gegenüber 19,12 Prozent von Sony BMG.
Um die Marktführerschaft geht es für EMI derzeit eher nicht. Die Company hat aber neben Coldplay und den beständigen Gorillaz, die mit Album und Single in den Top Ten stehen, zwei hoffnungsvolle Newcomerinnen im Rennen, auf deren Qualitäten und Potenzial MusikWoche schon ausführlich hinwies. Die bei Capitol unter Vertrag stehende Valentine entert die MusikWoche Top 100 Longplay mit „Ocean Full Of Tears“ auf Platz 26, ihre Single „Feel So Bad“ klettert gleichzeitig um einen Platz auf 38. Die 17-jährige Berlinerin hat damit laut Frank Bender, Presse-Promoter Capitol Music Germany, „auch in kommerzieller Hinsicht die durch ihre künstlerisch anspruchsvollen Eigenkompositionen geweckten Erwartungen erfüllt“. Und die Britin KT Tunstall platziert ihre Single „Black Horse And The Cherry Tree„, die bei Virgin erschien, als Neueinsteigerin auf Position 51.
Die Publicity der wöchentlichen Reality-Soap „Sarah & Marc In Love“, die jeden Dienstag auf ProSieben läuft, hilft auch den Tonträgern von Sarah Connor wieder kräftig auf die Sprünge. Ihr Album „Naughty But Nice“ ist Top-Aufsteiger der Woche mit einem Sprung von Platz 56 auf 35. Auch Connors Single „From Zero To Hero“ zeigt wieder aufsteigende Tendenz. Der ehemalige Nummer-eins-Hit verbessert sich in der 17. Woche in den MusikWoche Top 100 Singles von Platz 56 auf 52.



