Musik

Charts KW28: Marmalade setzt sich an der Spitze fest

Mit der Coverversion des Klassikers „Lady Marmalade“ knüpft ein Damenquartett nun auch in Deutschland an die internationalen Erfolge des Songs an. Andere Wiedergänger machen aus den Charts eine Spielwiese der 80er Jahre.

Nachdem die vier Damen in den USA und in England die Spitzenposition erreicht haben, wiederholen Christina Aguilera, Lil“ Kim, Mya und Pink mit ihrer Version der Schlafzimmer-Hymne „Lady Marmalade (Voulez-Vous Coucher Avec Moi)“ diesen Erfolg nun auch in Deutschland, wo der Song von Null auf eins springt.

Im Original stammt er von der amerikanischen Studioband Eleventh Dream, bei der Co-Autor Jerry Nolan auch den Gesang übernahm. Seinen Status als Disco-Klassiker errang „Lady Marmalade“ jedoch erst in der Version des Soul-Glam Trios LaBelle, das damit 1974 seinen einzigen Nummer-eins-Hit in Amerika erlebte.

Hierzulande schmachtete sich der Track in dieser Version bis auf Rang 17, während die Neuaufnahme der inzwischen aufgelösten Mädchenband All Saints 1998 lediglich Platz 87 erreichte. In England war die aktuelle Version der 900. Song, der den Charts-Thron erklomm, in der amerikanischen Billboard-Hitliste bereits der 913. Track auf Position eins.

In der Charts-Vergangenheit zog es Ladies wie auch Marmalade ebenfalls in die Charts: Die englische Band Marmalade belegte 1969 in Deutschland Platz zwei mit ihrer Coverversion des Beatles-Songs „Ob-La-Di, Ob-La-Da“, während „Lady Music“ von Little Peggy March 1964 in die Hitparade kam, 1967 folgte „Lady Bird“ von Nancy Sinatra, im Jahr darauf eroberte die „Lady Madonna“ der Beatles die Herzen der Plattenkäufer, 1969 besang Karel Gott „Lady Carneval“. 1971 enterte „Lady Rose“ von Mungo Jerry die Charts, 1975 trat „Lady Bump“ von Penny McLean in Erscheinung und ein Jahr später „Lady Love“ von Michael Holm.

Ebenfalls als Neubearbeitung eines ältereren Titels platziert sich die Schauergeschichte „Jeanny“ von Reamonn feat. Xavier Naidoo auf Rang 19. Das Falco-Original kam 1985 bis an die Spitze. Ein Jahr später veröffentlichte die englische Band New Order ihr Album „Brotherhood“, von dem das deutsche Elektro-Pop-Projekt Commercial Breakup den Song „Bizzare Love Triangle“ erstmals in die Verkaufsliste bringt.

Auf Platz 99 rutscht der Track „Sonnendeck“ von Peter Licht in die Charts, der im vergangenen Jahr zunächst auf einer EP des Indie-Labels Betrug erschien – noch unter dem Interpretennamen Meinrad Jungblut. Dann hievte ihn die Zeitschrift „Spex“ auf eine dem Heft beiliegende CD und öffnete damit die Charts-Pforten.