Als strahlende Sieger in den deutschen Longplay-Charts können wieder einmal Dieter Bohlen und Thomas Anders alias Modern Talking feiern, deren neues Album mit dem bezeichnenden Titel „Victory – The 11th Album“ von null auf eins schnellt. Damit dürfte auch Stefan Raabs Initiative, Bohlen nun endlich das Bundesverdienstkreuz zu geben, weiteren Auftrieb erhalten.
Bislang unbestätigten britischen Medienberichten zufolge hat Robbie Williams seinen Vertrag bei EMI verlängert. Wie wertvoll der Robster ist, zeigt der Blick in die deutschen Longplay-Charts. Nach Preisnachlässen für diverse Williams-Alben im Rahmen einer Handelsaktion rangiert er gleich mit vier Titeln in den deutschen Top 50: „Swing When You’re Winning“ steigt von neun auf sieben, „Sing When You’re Winning“ ist Top-Aufsteiger von 57 auf 15, und auf den Rängen 45 und 46 finden sich als Wiedereinsteiger „I’ve Been Expecting You“ und „Life Thru A Lens“.
Zu den Rennern in den Clubs zählt seit einiger Zeit ein Bootleg-Mix aus den beiden WEA-Hits „Like A Prayer“ von Madonna und „You See The Trouble With Me“ (im Original von Barry White) in der Version von Black Legend. Jetzt ziehen die Plattenfirmen mit legalen Veröffentlichungen nach, die die Idee dieses Bootlegs aufgreifen. In Deutschland platziert sich „Like A Prayer“ von Mad“House (Kontor/edel) auf Platz neun; „Like A Prayer 2002“ (WEA) von Limelight – mit der Originalstimme von Madonna – debütiert auf Platz 24 in den Charts. In Österreich gibt es sogar noch eine dritte Version von 2 Sexy, die dort auf Platz 31 vor Mad“House (33) und Limelight (59) liegt.
In Großbritannien lösen sich die Protagonisten der Fernsehreihe „Pop Idol“ an der Spitze der Singles-Charts ab. Auf Will Young folgt der 17-jährige Gareth Gates. Der konnte mit „Unchained Melody“ Youngs Startverkaufsrekord von 1,1 Millionen Einheiten in der ersten Woche zwar nicht brechen, schafft mit 850.000 abgesetzten Exemplaren aber immerhin das zweitbeste Ergebnis der britischen Charts-Historie. „Unchained Melody“ ist übrigens der erste Song, der in der vierten Version den UK-Charts-Gipfel erklimmt nach Jimmy Young 1955, den Righteous Brothers (1990) und dem singenden Schauspielerduo Robson Green und Jerome Flynn (1995).



