Wir sind Helden nutzen den Aufwind von vier Echos für neue Höhenflüge in den Charts. Das Album „Die Reklamation“ verbessert sich von sieben auf zwei und verzeichnet damit in der 35. Woche seine höchste Position in den Top 100 überhaupt. Der Song „Denkmal“, den das Quartett im Rahmen der Echo-Verleihung vortrug, schnellt als Top-Aufsteiger bei den Singles von 36 auf 26. „Natürlich hatten wir auf einen Echo gehofft und unsere Marketingpläne rund um die Verleihung entsprechend mit Funkspots und bundesweiter Plakatierung ausgerichtet. Mit vier Preisen war aber nicht zu rechnen. Die Echos waren jedenfalls ein massiver Auslöser für einen weiteren Verkaufsschub“, erklärt Produktmanager Sven Hasenjäger von Labels Germany. Die Plattenfirma brachte das Album, das jetzt mit über 500.000 verkauften Einheiten die dritte Goldmarke überschritt, am 8. März nochmals in einer limitierten Fassung mit einer DVD als Dreingabe heraus. Die DVD enthält alle vier bisherigen Videos der Band, einen ungewöhnlichen Clip zum Song „Zeit heilt alle Wunder“, der in dokumentarischem Stil die Geschichte eines älteren Ehepaars erzählt, sowie eine erweiterte Variante der Dokumentation, die sich als Enhanced-Material auf der ursprünglichen CD-Version findet. Das nächste Album der Helden soll laut Hasenjäger im Frühjahr 2005 erscheinen.
Preisgewinne und Auftritte beim Echo-Abend wirkten sich auch für andere Künstler positiv in den Charts aus. So kletterten die Gala-Gastsängerinnen Nelly Furtado mit dem Album „Folklore“ von 15 auf sechs, Pink mit „Try This“ von 22 auf 18 und Kylie Minogue mit „Body Language“ von 73 auf 43. Wiedereinstiege in den Longplay-Charts verzeichnen die Echo-Sieger Wolfsheim mit „Casting Shadows“(62), Pur mit „Was ist passiert?“ (76) sowie Howard Carpendale mit „Danke… Ti Amo“ (83). Die neue OutKast-Single „The Way You Move“, die Rapper Big Boi vom HipHop-Duo in Berlin präsentierte, ist Neueinsteiger auf Rang 31.
Nach seinem Sieg in Stefan Raabs Wettbewerb „Stefan sucht den Super Grand Prix Star“ bei „tv total“ (ProSieben) musste Gesangstalent Max die Top 40 knacken, um die Fahrkarte zum deutschen Vorentscheid in Berlin endgültig zu lösen. Diese Vorgabe erfüllt er mit dem Song „Can’t Wait Until Tonight“ mit Leichtigkeit. Der Titel schießt in den deutschen Charts von null auf eins, was den Abiturienten nach eigener Aussage „komplett vom Hocker gehauen hat. Ich bin erstaunt und unheimlich dankbar für den Support der Fans – es ist der Wahnsinn. Ich werde alles geben, um sie beim Vorentscheid nicht zu enttäuschen“, verspricht der jugendliche Gipfelstürmer. Siegessicher gibt sich ProSieben: Der Triumph von Max, „Deutschlands größter Grand-Prix-Hoffnung seit Nicole“ sei „nur noch Formsache“, wie es im Teletext des Privatsenders heißt.
Die von Sony Music für den Grand Prix nachnominierte Masha scheitert hingegen mit ihrem Unterfangen, es Max gleichzutun und über die Top-40-Regelung den Sprung nach Berlin zu schaffen. Ihr Titel „Right Here“ entert die Charts auf Rang 83. Dabei rangiert sie in den Top 100 immerhin derzeit vor den bereits qualifizierten Istanbul-Bewerbern Wonderwall mit „Silent Tears“(90) sowie Laith Al-Deen mit „Höher“ (92). Weiter vorn in den Charts finden sich mit Overground und dem Titel „Der letzte Stern“ (18) sowie Mia. und „Hungriges Herz“ auf 50 zwei weitere Acts der deutschen Kandidatenkür für den Eurovision Song Contest. Chris de Burgh entert mit dem Album „The Road To Freedom“, seinem Debüt für edel, die deutschen Longplay-Charts auf Platz fünf. Es ist hier die höchste Platzierung des irischen Troubadours seit „This Way Up“, einer Nummer vier 1994. Drei Mal eroberte er die Spitzenposition mit den Alben „The Getaway“ (1982), „Man On The Line“ (1984) und „Power Of Ten“ (1992). Weltweit erntete er im Lauf seiner Karriere mehr als 200 Gold- oder Platinauszeichnungen. edel hofft angesichts der bevorstehenden Deutschland-Tour mit Solokonzerten ab 12. Mai auf weiteres Edelmetall. Joachim Harbich, General Manager edel records, registriert den Starterfolg seines Neuzugangs mit Stolz: „Unsere individuell gestaltete Marketing- und Promotionstrategie sowie die internationale Ausrichtung haben Chris de Burgh davon überzeugt, zu edel zu wechseln. Und das zahlt sich jetzt für alle Beteiligten aus.“
Das meistverkaufte Album in Deutschland ist Compilation-Spitzenreiter „The Dome Vol. 29“, der in der aktuellen Wochenbilanz sogar die Verkaufszahlen von „Feels Like Home“ von Norah Jones übertrifft.



