Deutschland hat mit Alexander Klaws endlich seinen „Superstar“ gefunden. Die Charts stehen aber weiter ganz im Zeichen der Tonträger rund um den Fernsehquotenrenner. Bei den Longplayern behauptet das von Drahtzieher und Jurymitglied Dieter Bohlen produzierte Album „United“von der Endrunden-Crew der Show weiter Platz eins. Bohlens Unterfangen, mit seiner Thematisierung des TV-Spektakels als Single Marke Modern Talking zugleich die Spitze zu nehmen, schlägt hingegen knapp fehl. „TV Makes The Superstar“ schießt von null auf zwei, kommt somit aber nicht an „All The Things She Said“ von T.A.T.U. vorbei. Die amtliche, von Bohlen geschriebene und betreute „Deutschland sucht den Superstar“ Single „We Have A Dream“ rangiert derzeit auf Rang zwölf. Auf Platz 21 wieder auf dem Vormarsch findet sich indes überraschenderweise ein Song aus dem „Superstar“-Umfeld, bei dem Moneymaker Bohlen gewinnanteilsmäßig völlig außen vor bleibt. Der beleidigte Daniel Lopes wagte es, nach dem Ausscheiden aus der Show mit „Shine On“ eine Nicht-Bohlen-Komposition aufzunehmen und ließ die auch noch von dessen Konkurrent Frank Farian produzieren.
Warner Strategic Marketing – WSM profiliert sich zunehmend als Artist-Company. Bei den Alben tummeln sich mit „Nena feat. Nena“ auf drei, „Mambo Sinuendo“ von den Gitarrenhexern Ry Cooder und Manuel Galbán auf 29, „Der Kanzler sin(g)kt“ von der Gerd Show (Top-Aufsteiger von 99 auf 50) sowie den „The Complete Greatest Hits Of Manfred Mann 1963-2003“ von Manfred Mann auf 53 vier WSM-Titel in den Top 100. In der Singles-Hitliste ist das Team von Thomas Schenk mit „Wunder geschehen“ (16) und „Leuchtturm“(20) von Nena, „Alles wird gut“ der Gerd Show (33) und „Here On My Own (Lighter Shade Of Blue)“ von Sweetbox (90) ebenfalls gut dabei. Das WSM-Stammgeschäft der Compilations leidet darunter charts-mäßig aber keinesfalls. So finden sich in den Top 30 Compilations sieben von WSM veröffentlichte Kopplungen (Joint Ventures inbegriffen), darunter Spitzenreiter „Bravo Hits 40“.
In den Singles-Charts streiten zwei Variationen des Nummer-eins-Hits „I Like Chopin“ von Gazebo (1983) um die Publikumsgunst. DJK hat auf Rang 74 momentan etwas Vorsprung vor der Version von Marco feat. Jesse Brade auf 86.



