Musik

Charts KW12: Connor stürmt Charts trotz Mutterschutz

Ob mit Naturally 7 oder nun mit Natural, die Nummer eins der deutschen Singles-Charts bleibt eine ganz natürliche Sache für Sarah Connor. Gefragt ist auch Howard Carpendales Abschiedskonzert auf CD und DVD.

In den deutschen Singles-Charts erobert Sarah Connor im Verbund mit Natural, der Gruppe ihres Lebensgefährten und Kindsvaters Marc Terenzi, den Charts-Thron. Mit „Just One Last Dance“ bringt die junge Mutter nach „Music Is The Key“, ihrer Kooperation mit Naturally 7, die zweite Nummer eins aus ihrem vergoldeten Album „Key To My Soul“ an die Spitze. „Sarah ist einfach eine begnadete Sängerin. Dass ein Liebespaar diesen romantischen Titel zusammen singt, macht den besonderen Zauber von,Just One Last Dance‘ aus“, erklärt Steffen Müller, General Manager von X-cell Records. Laut Müller unterstützten die hohe Rotation des Videos auf Viva und MTV2 Pop, die große Resonanz des Hörfunks, Spots und die Präsentation als „Single der Woche“ auf RTL sowie Vorstellungen in Onlinediensten von AOL bis T-Online Connors insgesamt dritten Sprung an die Spitze.

Und auch in den USA findet der Soul-Pop der Delmenhorsterin zunehmend Anklang. Mit dem Titel „Bounce“, in Deutschland eine Nummer zwölf im letzten Jahr, liegt sie derzeit auf Rang 60 der Billboard Hot 100, in den Airplay-Charts gar auf Position 16. Begeistert äußert sich David Gray, Director of A&R bei Sony USA. „Die Leute sind verrückt nach,Bounce‘. Wir sind sehr zuversichtlich, dass Sarah in den USA nahtlos an ihre großartigen Erfolge in Europa anknüpfen kann.“ Steffen Müller, sieht in den USA für den Titel „Bounce“, der ausschließlich durch Radio-Airplay in die Charts kam, „das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht – wenn man bedenkt, dass sie zuletzt viereinhalbtausend Radioeinsätze in einer Woche verzeichnete und Künstler wie Nelly oder Limp Bizkit hinter sich ließ.“ Gerade kam eine eigens für den US-Markt zusammengestellte Version des Albums „Key To My Soul“ heraus. „Und wenn Sarah dort nach Beendigung ihrer Babypause mit Fernsehauftritten als Person in Erscheinung treten kann, ist sicher noch einiges möglich“, erklärt Müller. Connor setzte bislang global schon mehr als drei Millionen Tonträger ab.

Auch Yvonne Catterfeld kann mit ihrem neuen Album, „Farben meiner Welt“, die unerschütterliche Norah Jones mit „Feels Like Home“ nicht vom Platz an der Sonne verdrängen. Respektabel von null auf drei springen BAP mit „Sonx“ und platzieren sich damit als zweiter Capitol-Act in den Medaillenrängen. Mit „Das Finale – Live“, dem Dokument seines Abschiedsauftritts in der KölnArena, entert Howard Carpendale die Top 100 Longplay auf Position 14. Alfred Dübell, A&R bei Koch Universal, resümiert: „Wir sind stolz und glücklich, nach dem Echo für sein Lebenswerk und der Goldverleihung für die CD ‚Danke – Ti Amo‘ auch mit dem Livealbum und der dazu gehörigen DVD so hoch in die Charts einzusteigen. Mit der DVD erhoffen wir uns in Kürze, Goldstatus zu erlangen.“ Wie Dübell unterstreicht, verzeichnet Koch mit Carpendales Konzerterinnerung den höchsten Neueinstieg für Universal in den Album-charts. „Es gibt viele Gründe für diesen Erfolg: Howard Carpendale ist ein Ausnahmekünstler, der unglaubliche viele Anhänger hat, die zum Beispiel mit einem Fanmailing über unsere Veröffentlichungen informiert werden, dann wirklich prompt in die Läden gehen und die CD beziehungsweise DVD kaufen.“ Dazu komme die Qualität des Produkts, das „klanglich und optisch die unglaublich fesselnde und emotionale Kraft des Abschiedskonzerts in der KölnArena perfekt wiedergibt“. Für Dübell steht fest: „Qualität entscheidet am Ende doch meistens darüber, ob ein Künstler über viele Jahre erfolgreich ist oder nicht. Und mit Howard Carpendale beendete definitiv einer der erfolgreichsten Musiker und Entertainer Deutschlands seine Karriere.“

In den Compilation-Charts sorgen wieder einmal die Kinderformate für Furore. Die 24. Folge von „Smash!“, dem Marktführer in diesem Segment, übernimmt aus dem Stand die Führung und lässt damit sogar „The Dome Vol. 29“ hinter sich. Neben „Smash!“ platziert BMG TV Marketing & New Business mit „Beyblade“ auf Rang zehn abermals einen Soundtrack von einer bei den Kids beliebten Animeserie auf RTL II in den Top Ten. Premiere in den Top 30 Compilations feiert zudem „Toggolino Hits“, das neue Kinderformat von Polystar/ Universal Strategic Marketing in Kooperation mit SuperRTL.

Britney Spears landet mit „Toxic“ ihren vierten Spitzenreiter in den britischen Singles-Charts. Zuvor kam sie dort 1999 mit „… Baby One More Time“ sowie zweimal im Jahr 2000 mit „Born To Make You Happy“ und „Oops!… I Did It Again“ zu Nummer-eins-Ehren.