Enya ist die Triumphatorin der Charts in Deutschland. Mit „May It Be“, der Single aus dem Soundtrack zu „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ erobert die irische Gesangsfee die Spitze der Hitliste. In der findet sich nach wie vor ihre letzte Nummer eins, „Only Time“ (39). Bei den Longplayern rangiert der „Herr der Ringe“-Soundtrack, auf dem Enya noch mit einem weiteren Song vertreten ist, auf Rang drei. Ihr letztes Studioalbum, „A Day Without Rain“, klettert von sieben auf fünf.
Während Enya mit Kino-Präsenz reüssiert, entern zwei andere WEA-Acts die Charts nach verstärktem Einsatz in anderen Medien: So ist Sasha neu auf Platz 35 der Singles im Rennen mit „Turn It Into Something Special“, der Erkennungsmelodie des TV-Sechsteilers „Die Affäre Semmeling“. Dass auch der Hörfunk neue Namen nach vorn bringen kann, beweist der Einstieg von Maná mit „Grandes“ auf Platz 88 der Longplayer. Förderer der Rock-Band aus Mexiko ist der Radiosender SWR 3, bei dem der Maná-Titel „En El Muelle De San Blas“ zu den beliebtesten Songs im Airplay zählt, und der das Album zur „Platte des Monats“ kürte.
Von null auf zehn der Longplay-Charts schießt die deutsche Indie-Vorzeigeband The Notwist mit „Neon Golden“. Nachdem ihr letztes Album „Shrink“ (1998) Rang 49 erreichte, schwingen sich die Soundtüftler aus Weilheim damit in bislang unerreichte Hitlisten-Höhen auf. Und ebenso für das Label City Slang und die Tonträgerfirma Labels Germany ist dies eine neue Rekordposition in den Charts. „Neon Golden“ fährt auch bereits international Erfolge ein mit Platz 28 in Österreich, 66 in Frankreich und 79 in Italien.
Roadrunner freut sich über die aufstrebende US-Rockband Nickelback mit Verbesserungen bei den Alben von Platz zehn auf sechs und bei den Singles von Position 13 auf zehn.
In Großbritannien kehrt George Harrison mit „My Sweet Lord“ posthum auf den Charts-Thron zurück. Der Song stand hier bereits vor fast 31 Jahren auf Platz eins. „My Sweet Lord“ löst „More Than A Woman“ ab. Erstmals in der UK-Charts-Historie liegen damit hintereinander zwei verstorbene Interpreten vorn. Zwei aufeinanderfolgende Nummer-eins-Hits eines toten Künstlers gab es indes Anfang 1981 mit „Imagine“ und „Woman“ von John Lennon.



