Musik

Charts KW04: Standhafte Helden Robbie und Kylie

Die Charts-Dominatoren der letzten Wochen trotzen beharrlich der Konkurrenz. Akzente setzen zudem eine deutsche Dance-Institution, eine verstorbene Chansonlegende und Skihütten-Compilations.

Stehvermögen beweisen die Spitzenreiter der deutschen Charts. Bei den Singles rangiert Bro“Sis mit „I Believe“ seit fünf Wochen auf Platz eins. Bei den Alben thront Robbie Williams mit „Swing When You’re Winning“ gar schon sieben Wochen über der Konkurrenz. Geradezu phänomenal ist Kylie Minogues Standhaftigkeit auf dem obersten Podest der Euro-Charts. Ihre Single „Can’t Get You Out Of My Head“ ist seit 16 Wochen unschlagbar.

Scooter bleibt eine verlässliche Größe in den deutschen Hitlisten. Der Sampler „Push The Beat For This Jam (The Singles 98-02)“ ist höchster Neueinsteiger bei den Alben auf Platz fünf. Die aktuelle Single „Ramp! (The Logical Song)“ verbessert sich von zehn auf acht. Damit ist die Supertramp-Adaption erfolgreicher als das Original der Softrocker. Deren Urversion von „The Logical Song“ stieg 1979 bis auf Position zwölf.

An den kürzlich verstorbenen Gilbert Bécaud erinnert die CD „Die großen Erfolge/Die großen Chansons“, die auf Platz 79 in die deutschen Longplay-Charts einsteigt. Seine höchste Platzierung verbuchte der Weltstar aus Frankreich anno 1967 mit der Langspielplatte „Live International – Monsieur 100 000 Volt persönlich“, die es bis auf Platz 15 brachte. Bei den Singles war er vor allem mit der berühmten „Nathalie“ erfolgreich (Platz 17). 1974 reüssierte der große Chansonnier auch mit einem deutschsprachigen Lied: „Ein bißchen Glück und Zärtlichkeit“ kam auf Platz 47.

In den Compilation-Charts räumen die Skihütten-Partykopplungen ab: Die Compilation „Après Ski-Hits 2002“ von EMI Music Media ist neuer Spitzenreiter. „Fetenhits – Après Ski“ von Polystar klettert von 15 auf acht. Neu auf 22 dabei ist „Fetenkult – Hüttenzauber 2002“ von BMG Ariola Media.

Während in den USA 2001 die Albumverkäufe insgesamt um 2,8 Prozent sanken, legten Country-Longplayer um 1,2 Prozent zu. Maßgeblichen Anteil daran hatte der Soundtrack zu „O Brother, Where Art Thou?“, der Hillbilly und Bluegrass wieder populär machte und sich in den Staaten bereits mehr als 3,4 Millionen Mal verkaufte. Mitverantwortlich für den Country-Aufschwung ist auch Garth Brooks, dem 2001 mit „Scarecrow“ als erstem Interpreten überhaupt zum siebten Mal der Sprung von null auf Rang eins gelang.