Ehemalige oder aktuelle Mitglieder bekannter Boygroups machen vermehrt als Solisten von sich reden. Vorreiter dieser Entwicklung ist natürlich Robbie Williams, dessen Ruhm als Solokünstler den seiner einstigen Gruppe Take That längst deutlich überstrahlt. In den deutschen Top 100 ist er momentan gleich mit vier Produkten präsent. Weiter auf Rang zwei rangiert die aktuelle CD „Escapology„, und die Vorgängeralben „Swing When You’re Winning“ (von Platz 26 auf 16) und „Sing When You’re Winning“ (von Rang 63 auf 58) sind wieder auf dem Vormarsch. Als Neueinsteiger auf Position 97 platziert sich zudem seine Konzert-DVD „Live At The Albert“ erstmals in der Longplay-Hitliste. Von Rang 14 auf elf steigt hier „Justified„, das Solo-Debüt von Justin Timberlake von ‚N Sync. Dass der wie zuvor Williams auf dem besten Weg ist, ganz neue Zielgruppen für sich zu erschließen, belegt nicht zuletzt die Tatsache, dass er es kürzlich auf eine Titelgeschichte im nicht gerade als Boygroup-Fachblatt bekannten Musikmagazin „Spex“ brachte. In Großbritannien steht das Album sogar ganz oben auf dem Charts-Gipfel. Ronan Keating, der einst mit Boyzone Mädchenherzen eroberte, rangiert mit seinem Longplayer „Destination“ momentan an 66. Stelle der deutschen Charts, bei den Singles liegt er im Duett mit Jeanette mit „We’ve Got Tonight“ an 27. Position. Auf Rang 66 findet sich hier der Song „I Got You“ von Nick Carter, seines Zeichens Sänger und Tänzer der Backstreet Boys.
Die Umstrukturierung bei Universal Music geht auch in den Charts vonstatten. Hier mischen ab sofort die PolydorIsland Group (Kürzel: PIG) und die MotorUrbanDefJam Group (Kürzel: MUD) schlagkräftig mit. So spielt letztgenannte neue Einheit gleich eine Führungsrolle in den Longplay-Charts mit dem „8 Mile„-Soundtrack auf eins, der „Eminem Show“ auf fünf, „Unplugged – Rock’n’Roll Realschule“ von den Ärzten auf acht sowie „200 Km/h In The Wrong Lane“ des Damen-Duos T.A.T.U. auf neun, das den Durchbruch von Dance-Pop aus Russland vollzieht.
Ein Comeback erlebt derzeit Matthias Reim. Als Interpret ist er im Duett mit Michelle mit dem Titel „Idiot“ auf Rang 60 notiert. Und sein Nummer-eins-Hit „Verdammt ich lieb‘ dich“ (1990) lebt in der Dance-Version von Baracuda als „Damn! (Remember The Time)“ wieder auf (Platz 12).



