Die Black Eyed Peas springen mit der Maxi „Shut Up“ in der deutschen Singles-Hitliste von vier auf eins. Es ist 2003 die zweite Spitzenposition für die amerikanische HipHop-Combo nach ihrem internationalen Hit mit Gastsänger Justin Timberlake, „Where Is The Love?„, der in Deutschland vier Wochen die Führung inne hatte und Rang acht der Jahres-Charts einnimmt. In der Jahresliste der Euro-Charts ist „Where Is The Love?“ hinter „Lose Yourself“ von Eminem auf Rang zwei notiert. Mit der neuen Single als Antriebsfeder schafft das aktuelle Album der Black Eyed Peas, „Elephunk„, in Deutschland mit einem Satz von 16 auf Position acht den Wiedereinzug in die Top Ten.
Als ältester Bühnenschauspieler steht er bereits im „Guinness Buch der Rekorde“. Nun stellt Johannes Heesters auch in den deutschen Charts eine neue Altersbestmarke auf. Mit dem Album „Ich werde 100 Jahre alt“ glänzt der ewige Galan, der tatsächlich am 5. Dezember seinen 100. Geburtstag feierte, auf Rang 19 als höchster Neueinsteiger. Der musikalische Karriereüberblick des Film-, Theater- und Operettenstars enthält Aufnahmen aus den Jahren 1938 bis heute. Darunter findet sich auch das Titelstück aus der Feder von Jack White. Das Lied stellte Heesters ursprünglich zu seinem 95. Geburtstag bei „Wetten, dass…? vor. Am 6. Dezember brachte es der Grandseigneur in einer aktualisierten Fassung erneut als Gast bei Thomas Gottschalk zu Gehör. Die ARD ehrte den Jubilar bereits zwei Tage vorher mit der Geburtstagsshow „Johannes Heesters – eine Legende wird hundert“. Jack White, sein Partner als Liedautor und Produzent, würdigt „Jopis“ aktuellen Erfolg als „einmalig in der Musikgeschichte“ und prognostiziert einen neuerlichen Eintrag ins Buch der Rekorde. Im Weihnachtsgeschäft gehen Hit-Retrospektiven erfahrungsgemäß gut, und das ist auch heuer nicht nur im Falle Heesters so. Vor ihm rangieren in dieser Kategorie derzeit die „Greatest Hits“ der Red Hot Chili Peppers auf zwölf, „The Best Of R.E.M. – In Time – 1988-2003“ belegt inklusive der DVD-Version mit dem Untertitel „In View“ Position 15 und „The Singles 1992-2003“ von No Doubt liegt an 18. Stelle. Andrea Berg verbessert sich mit ihrem unerschütterlichen „Best Of„-Dauerläufer von 59 auf 44 und überflügelt damit Michael Jackson mit seinen „Number Ones“ (45) und Elton Johns „Greatest Hits 1970-2002 (Limited Edition)“ (46). Auf 49 finden sich mit „PopArt – The Hits“ die populärsten Songs der Pet Shop Boys, die sowohl im CD- wie im DVD-Format zu haben sind.
Den höchsten Neueinstieg bei den Singles landen Scooter mit „Jigga Jigga!“ auf Rang zehn. Deutschlands beständigste Dance-Combo bringt damit bereits die vierte Single in diesem Jahr in die Top Ten nach „Weekend!“ (Platz zwei), „The Night“ (zehn) und „Maria (I Like It Loud)“ (vier).
Alicia Keys brachte in den USA in der Startwoche 618.000 Exemplare ihrer CD „The Diary Of Alicia Keys“ unters Volk und setzt sich damit unangefochten an die Spitze der Charts. Es ist das drittbeste Erstwochenergebnis eines Albums in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr und insgesamt 2003 die fünftbeste Wochenbilanz im Longplay-Bereich. Umsatzträchtigere Wochen hatten im zu Ende gehenden Jahr nur 50 Cent, der von „Get Rich Or Die Tryin‘“ in zwei Wochen jeweils mehr als 800.000 Käufer fand, Linkin Park mit einem Sprung über die 800.000er Marke direkt nach VÖ des Albums „Meteora“ sowie Norah Jones, die nach Bekanntgabe des Preisregens von acht Grammys ihre dermaßen geehrte Songkollektion „Come Away With Me“ 620.000 Mal innerhalb einer Woche absetzte. Auch in Deutschland ist das musikalische Tagebuch von Alicia Keys ein marktbelebendes Element: Die Platte belegt hier Rang zehn.
Das herbstliche Tonträgergeschäft in den USA verlief ausgesprochen positiv: In elf der letzten 13 Wochen lagen die Verkäufe laut SoundScan über dem Vorjahreszeitraum.



