Musik

Charts KW 51: Deutsches Septett prägt die Top Ten

Grönemeyer, Gerd Show und Co. sorgen für die Vorherrschaft deutscher Produktionen in der Longplay-Hitliste. Der europäische Charts-König heißt wieder einmal Robbie Williams.

Alben „Made In Germany“ beherrschen die Szenerie der Top 100 Longplay. So holt sich Herbert Grönemeyer mit dem nun schon zwei Millionen Mal verkauften Dauerbrenner „Mensch“ die Führungsposition von Robbie Williams zurück. Die Gerd Show reüssiert auch im Longplay-Format und platziert die Message „Der Kanzler sin(g)kt“ als Top-Neueinsteiger auf Rang vier. Die ausgestöpselten Ärzte auf fünf, die runderneuerte Nena auf sechs, Die reichen und sexy Toten Hosen (acht), die swingenden No Angels (neun) sowie der nimmermüde Wolfgang Petry mit seiner zweiten „Alles„-Werkschau (zehn) erhöhen die Anzahl deutscher Produktionen in den Top Ten auf stattliche sieben.

Im Advent nehmen naturgemäß die Weihnachtstonträger breiten Raum in den Charts ein, vor allem in der Compilation-Hitliste mit „Rock Christmas – The Very Best Of“ (sechs), den „Melodien für Millionen – Weihnachten 2002“ (15), den „RTL Christmas Megastars 3“ (19), den „Christmas Classics 2002“ (22) und „Rock Christmas Vol. 10“ (24). In den Longplay-Charts begeben sich die Jungen Tenöre auf „Eine Weihnachtsreise“ (46), und weihnachtliche Weisen tragen auch die singenden Schauspieler Manfred Krug (74) und Uschi Glas (84) vor. Unvergessen bleibt die 2001 tödlich verunglückte Melanie Thornton, deren Weihnachtssingle „Wonderful Dream“ auf 45 liegt vor dem lange aufgelösten Duo Wham!, dessen „Last Christmas“ wie jedes Jahr eine Renaissance erlebt.

Europaweit ist Robbie Williams der Dominator, der mit der CD „Escapology“ die Euro-Charts und die Ranglisten in Großbritannien, der Schweiz, Schweden und Irland anführt. Auf zwei rangiert er außer in Deutschland momentan auch in Österreich, Dänemark, Norwegen und in den Niederlanden. In Großbritannien hat der Robster mit 646.000 verkauften Einheiten nach drei Wochen schon Doppelplatin sicher, verpasst aber die anvisierte Doppelführung, da die Single „Feel“ mit Rang vier vorlieb nehmen muss.

Ausnahmsweise finden sich die Airplay Top 50, die Airplay-Sender- und -Format-Charts sowie die Liste der Publisher und Urheber zu den deutschen Top 100 Singles diesmal nicht im Heft, sondern als pdf-Dateien unter www.musikwoche.de/airplay_publisher im Netz.