In den deutschen Longplay-Charts kehrt Dido mit „Life For Rent“ an die Spitze zurück und verbringt nun ihre vierte Woche auf dem Charts-Thron. Den höchsten Neueinstieg landen Bon Jovi auf drei mit „This Left Feels Right“, einer Sammlung von Neuinterpretationen ihrer größten Hits im feinmaschigen Unplugged-Gewand. Für die Mainstream-Rocker aus New Jersey ist dies in Deutschland ihr siebtes Album, das es in die Medaillenränge schafft. Spitzenreiter konnten Jon Bon Jovi, Richie Sambora und Co. mit der Best-of-CD „Cross Road“ (1994) sowie den Longplayern „These Days“ (1995) und „Crush“ (2000) feiern. Zweite Plätze eroberten die Songkollektionen „Keep The Faith“ (1992) und „Bounce“ (2002). Auf Rang drei kam 2001 das Konzerttour-Kompendium „One Wild Night – Live 1985-2001“. Weltweit fanden die Longplayer von Bon Jovi schon 92 Millionen Käufer.
Polydor Island Group (PIL) kann sich indes nicht nur auf Bon Jovi verlassen. Auch Pop-Stern Jeanette demonstriert ungebrochene Leuchtkraft. Ihr Album „Break On Through“ entert die Top 100 auf Rang sechs und ist damit das am besten platzierte Album der Sängerin und Seriendarstellerin („Gute Zeiten Schlechte Zeiten“). Bei den Longplayern konnte Jeanette ihre Charts-Positionen stetig steigern. „Enjoy!“ erreichte anno 2000 Rang 30 als Höchstposition, und „Delicious“ brachte es 2001 auf Rang 16, ehe „„Rock My Life“ 2002 mit Rang sieben die Top Ten knackte.
Bei den Singles ist sie dort sowieso Dauergast. Hier reüssierte sie 2001 mit „How It’s Got To Be“ auf sieben, 2002 als Solistin mit dem Titelsong aus „Rock My Life“ auf drei und mit „No More Tears“ auf neun sowie im Duett mit Ronan Keating mit „We’ve Got Tonight“ auf sieben. Ihre diesjähren Singles-Erfolge reichen von Rang sechs für „It’s Over Now“ und vier für „Right Now“ bis Platz drei für „Rockin‘ On Heaven’s Floor“ (diese Woche sechs).
Sasha ist in seiner Reinkarnation als Leader einer Rockabilly-Band beliebt wie eh und je. Als Dick Brave hüpft er im Verbund mit seinen Backbeats von null auf sieben.
Rasant lief der Aufstieg der Debütsingle von Bernd das Brot, dem Liebling der Zuschauer des Kinderkanals. Die von Ex-„RTL Samstag Nacht“-Protagonist Tommy Krappweis erfundene Puppenfigur, ein Kastenweißbrot mit kurzen Armen, hat mit Hilfe von „Leihstimme“ Jörg Teichgräber die allererste Maxi für Universal Family Entertainment eingesungen. Als Aufsteiger der Woche verbessert sich der Song „Tanzt das Brot“ von 75 auf 41. Kurios: Vor vier Wochen war der Titel schon mal Topaufsteiger – und machte damals mit einem Satz von 80 auf 46 ebenfalls 34 Plätze gut.
Schlagerkönigin Andrea Berg komplettiert mit ihrem „Best Of“ jetzt volle zwei Jahre Charts-Präsenz – und klettert mal wieder kräftig von 71 auf 52.
Höchst erfreulich für BMG gestaltet sich das Charts-Geschehen in den USA. Hier verbucht die Musikdivision von Bertelsmann gleich die ersten vier Plätze der Longplay-Hitliste. Spitzenreiter sind die Rapper von OutKast mit „Speakerboxxx/The Love Below“. Rod Stewart folgt mit „As Time Goes By – The Great American Songbook Vol. II“ als Vize-Chartskönig vor „American Idol“-Protagonist Clay Aiken mit „Measure Of A Man“ und den allgegenwärtigen Strokes, die in ihrem Heimatland mit „Room On Fire“ auf Rang vier debütieren. Dido fügt mit „Life For Rent“ auf neun noch die fünfte Top-Ten-Notierung in dieser Woche für die Bertelsmänner hinzu.
The Strokes schicken sich an, das Ergebnis von 2,5 Millionen abgesetzten Tonträgern ihres Debütalbums „Is This It“ zu egalisieren. Die Erstauslieferung ihres Zweitwerks „Room On Fire“ lag bei einer Million Exemplaren. Neben dem erwähnten vierten Platz in den USA errang das Werk der New Yorker Rock-Revivalisten Top-Ten-Triumphe bislang in Japan (eins), Großbritannien (zwei), Norwegen (drei), Deutschland (sechs) und Schweden (acht).



