Musik

Charts KW 39: Damen dominieren im Dreierverbund

Frauen bestätigen sich wieder einmal als das eigentlich starke Geschlecht, das beweist ein Blick auf die internationalen Charts. Der Trend geht dabei eindeutig hin zum Damen- oder Girl-Trio.

In den deutschen Singles-Charts sorgt Las Ketchup mit „The Ketchup Song (Aserejè)“ für die Wachablösung und verdrängt Herbert Grönemeyers „Mensch“ auf Platz zwei. Auch in den Euro-Charts übernimmt der Sommerhit der feurigen Spanierinnen die Spitze. Leidtragender ist hier Eminem. Der Erfolgsrapper muss den europäischen Charts-Thron räumen, nachdem er 15 Wochen lang ununterbrochen mit „Without Me“ auf eins stand.

Las Ketchup sind indes nicht das einzige rein feminin besetzte Trio, das momentan für Furore in den Hitlisten sorgt. Da wären beispielsweise die britischen Kolleginnen von Atomic Kitten, die in ihrem Heimatland sowohl die Album-Charts mit „Feels So Good“ anführen, als auch die Singles-Rangliste mit „The Tide Is High (Get The Feeling)„. Auch in Deutschland imponiert Atomic Kitten mit einem Sprung von null auf sechs für den Longplayer. Bei den Singles verbuchen hier unterdessen mit den Sugababes drei Teenagerinnen den Aufsteiger der Woche mit dem „Round Round„, der von Platz 34 auf 15 klettert. Nicht zu vergessen sind die amerikanischen Country-Girls namens Dixie Chicks, natürlich ebenfalls drei an der Zahl. Ihr Album „Home“ behauptet nach wie vor die Spitze der US-Hitliste.

Dass man auch als Einzelgängerin Triumphe feiern kann, beweist hingegen Avril Lavigne. Die blutjunge Kanadierin entert mit ihrem Debütalbum „Let Go“ die deutschen Longplay-Charts auf Position zwei. Gleichzeitig verbessert sich ihre Maxi „Complicated“ von sechs auf drei. Auf dem dritten Platz steht das aufstrebende Talent auch in den USA – sowohl mit dem Album als auch mit der Single.

Auch Deutschlands erfolgreichstes gemischtes Doppel macht wieder von sich reden: AnNa R. und Peter Plate alias Rosenstolz belegen mit ihrer CD „Macht Liebe“ auf Anhieb Rang drei der Top 100 Longplay. Es ist die dritte Platzierung von Rosenstolz auf dem Siegespodest nach Rang zwei mit „Zucker“ 1999 und dem Spitzenreiter „Kassengift“ anno 2000.

Berichtigung: Aufgrund eines Übertragungsfehlers lagen bei den gewichteten Charts-Anteilen Longplay in musikwoche.de Heft 38 die kumulierten Werte für die UMG und den Universal-Konzern zu niedrig. Der korrekte kumulierte Anteil für die UMG bis einschließlich 31. August lautet 8,70 Prozent und für Universal 26,68 Prozent.