Herbert Grönemeyer beherrscht das Charts-Geschehen in Deutschland nach Belieben. Mit dem Album „Mensch“ schießt der Sänger und Songautor von Null auf Eins und hat schon Doppelplatin sicher. Dieser Coup ist auch hauptverantwortlich für neue Longplay-Rekordmarken bei den Charts-Anteilen bei den Firmen für Capitol mit 49,74 Prozent und bei den Konzernen für EMI Recorded Music mit 52,86 Prozent. Grönemeyer untermauert zugleich mit der ebenfalls „Mensch“ betitelten Maxi die Führung bei den Singles. Außerdem landet der Publikumsliebling bei den Alben zwei Wiedereinsteiger mit „Bochum“ auf Position 61 und „Live“ auf 67. „Mensch“ ist der siebte Longplayspitzenreiter des Deutschrock-Stars. Den Auftakt machte hier 1984 die erwähnte Hommage an seine Heimatstadt. Es folgten die Charts-Gipfelerklimmungen mit „Sprünge“ (1986), „Ö“ (1988), „Luxus“ (1990), „Chaos“ (1993) und „Bleibt alles anders“ (1998). Die „Mensch“-Single ist auch Nummer eins der Airplay-Charts – als erster deutschsprachiger Titel seit 1990, wie Capitol anmerkt.
Bei den Alben sorgen außer Grönemeyer weitere Künstler deutscher Zunge für Furore. So schießt Michelle mit „Rouge“ von null auf fünf. Dies ist ihre zweithöchste Notierung nach Rang vier mit dem „Best Of“ 2001. Von Null auf Acht schwingt sich „In Wirklich“ die 2raumwohnung und entert damit erstmals die Top Ten.
Während es politisch in der Irak-Frage Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschland und den USA gibt, sind die bilateralen Beziehungen beider Länder im musikalischen Bereich ganz ungetrübt. So landet die aus Florida stammende und in München lebende Boygroup Natural mit ihrem Debütalbum „Keep It Natural“ hinter dem unantastbaren Grönemeyer auf Platz zwei. Bei den Singles schafft die deutsch-amerikanische Traumkombination Sarah Connor und Wyclef Jean mit „One Nite Stand“ auf Platz fünf den höchsten Neueinstieg der Woche.
In den US-Charts übernehmen die Dixie Chicks mit 780.000 verkauften Einheiten ihres neuen Albums „Home“ die Spitze. Nach dem Triumph mit „Fly“ 1999 ist das Country-Trio damit erst die zweite reine Damen-Gruppe, die in der US-Charts-Historie mehr als einen Longplay-Spitzenreiter verbuchte – vor ihnen rangieren nur die Supremes mit drei.



