Udo Lange hat in diesen Tagen reichlich Grund zum Feiern. Gerade zelebrierte der „Vater“ der deutschen Virgin mit seinem Münchner Team das 20-jährige Jubiläumsfest. Und jetzt kann er sich in seiner Eigenschaft als President und CEO von EMI Recorded Music mit seiner Kölner Mannschaft über die Charts-Doppelführung durch Capitol Records freuen. Während bei den Singles nämlich Herbert Grönemeyer mit „Mensch“ die Führung behauptet, stürmt bei den Longplayern mit „A Rush Of Blood To The Head“ von Coldplay ebenfalls ein Tonträger aus dem Hause Capitol von null auf eins. Der gleiche Coup gelingt der Formation in ihrem Heimatland Großbritannien, wo Coldplay indes bereits mit „Parachutes“ vor zwei Jahren den Charts-Thron bestieg. In Deutschland musste sich das Album-Debüt der Gitarren-Band damals noch mit Rang 54 begnügen, so dass der jetzige Triumph trotz der hohen Vorschusslorbeeren für das neue Album doch überrascht.
Das Bedürfnis der Musikindustrie nach Newcomern mit Perspektive bedient auch die erst 17-jährige Kanadierin Avril Lavigne. In den deutschen Singles-Charts schafft sie mit „Complicated“ mit einem Satz von null auf fünf den Top-Einstieg der Woche.
Außer mit Miss Lavigne reüssiert BMG Ariola München vor allem auch mit Schlager- und Volksmusikalben. So verbucht Hansi Hinterseer, einer der beliebtesten volkstümlichen Interpreten, mit der LP „Meine Lieder – Deine Träume“ auf Rang elf seine bislang höchste Position überhaupt. Jeweils auf Platz 23 brachte es das Ex-Ski-Ass mit den CDs „Träum“ mit mir“ (1996) und „Weihnachten mit Hansi“ (1999). Die Geschwister Hofmann sind mit „Ihre erfolgreichsten Lieder – Super 20“ Neueinsteiger auf Rang 87. Dazwischen platzieren sich zwei Schlagerladys. Ein Langzeitphänomen ist die „Best Of„-Kollektion von Andrea Berg, die sich in der 43. Charts-Woche von 44 auf die Rekordposition 29 verbessert. Das Album ist auch angesichts einer sensationell niedrigen Retourenquote bemerkenswert. Laut BMG-Angaben stehen 230.000 verkauften Exemplaren nur etwa 250 vom Handel zurückgesandte CDs gegenüber. Andrea Berg rangiert auch mit der CD „Nah am Feuer“ in den Top 100 (Platz 52), wo sich zudem BMG-Kollegin Kristina Bach mit „Liebe, was sonst!“ tummelt (48).



