Mit dem auf Rang zwölf eingestiegenen Song „Sunshine“ liefert Pierre, der 16-jährige Gewinner des TV-Sangesstreits „TeenStar 2002“ auf RTL II, das Charts-Motto der Woche. So klagt auf Platz 13 der US-Rapper Nelly „Hot In Herre„, während die Sängerin Jeanette lustvoll den „Sunny Day“ (Rang 24) besingt. Für die ideale Beleuchtung sorgt DJ Sammy dp, dessen Trance-Hymne „Sunlight“ auf Platz 72 steht.
Auch der Frage, was für Aktivitäten sich bei diesen Temperaturen anbieten, gehen die Charts nach. Auf Platz 96 schlägt die Dance-Formation Mad“House einen „Holiday“ vor, während die HipHopper von Massive Töne schlicht das „Cruisen“ bevorzugen. Ihr Song verbessert sich vom 13. auf den elften Rang. Für schweißsparendes „Watching The Waves“ spricht sich Blank & Jones auf 51 aus, während Der Junge mit der Gitarre einen ähnlichen Ansatz verfolgt und zum „Meer Sehn“ aufruft (Platz 76). Dagegen schlägt das Techno-Projekt SQ-1, hinter dem sich der Bochumer Produzent André Tanneberger verbirgt, das ungleich anstrengendere „Balare“ (Rang 97), also Tanzen, vor.
Das Label Everlasting Records feiert mit dem Titel „Sweet Dreams“ von Alex Butcher sein Charts-Debüt. Gleichzeitig stellt es den dritten Charts-Einstieg in Folge der Hamburger Firma ka², die bei Sony Music Domestic angesiedelt ist. Der Song stammt im Original von den Eurythmics, die damit 1983 bis auf Platz vier vorstießen. Butchers Version schließt so nahtlos an die jüngste Welle aus Dance-Cover-Versionen an: Die schwedische Formation Alcazar versucht sich auf Rang 83 an „Don’t You Want Me„, dem Klassiker der Sheffielder Synthie-Popper Human League, die hiermit vor 20 Jahren Platz fünf errangen. Gleich auf doppelte Weise rekurriert der Titel „Go“ von den Trance Allstars (Platz 50) auf die Vergangenheit. Denn er ist eine Cover-Version des Techno-Klassikers von Moby aus dem Jahr 1992, der sich dafür seinerseits beim „Theme From Twin Peaks“ des amerikanischen Komponisten Angelo Badalamenti bedient hatte.
Seit 45 Jahren zeigen Paul Simon und sein einstiger Partner Art Garfunkel Charts-Präsenz in Amerika: 1957 debütierten sie, damals noch als Tom & Jerry. Darauf brachten sie als Simon & Garfunkel acht Alben in die US-Top 30, zuletzt „Concert In Central Park“ 1982. In dieser Woche steigt „Live From New York City 1967“ in die amerikanischen Bestenliste auf Rang 165 ein.



