Bei den Parties auf der Berliner Love Parade hatten die Veranstaltungen mit Stars der Trance-Szene besonders regen Zulauf. Dieser Trend, der eine aggressive Härte mit melodiösen Keyboard-Flächen verbindet, findet sich auch in den deutschen Charts wieder. Seit drei Wochen Nummer eins der Compilation-Liste und nach reinen Verkaufszahlen noch vor Shaggys „Hot Shot“, dem bestplatzierten Album der regulären Longplay-Charts, ist die bei Polystar/Polymedia erschienene Doppel-CD „Future Trance Vol. 16“.
Mit „Trance Voices“ (Rang 11), „Dark Trance 3“ (Platz 17) und „Tunnel Trance Force 17“ (Position 26) sind noch drei weitere Zusammenstellungen dieses Genres in den Compilations Top 30 vertreten. Hier tummeln sich auch die beiden Kopplungen zur Love Parade – die offizielle „Join The Love Republic“ (Low Spirit/ BMG Ariola Hamburg) und „Lovestern Galaktika“ (Dance Division/Epic).
Als Vocal-Trance, die bevorzugt mit Frauenstimmen arbeitende Pop-Variante des Club-Trance, prägt das Genre auch seit geraumer Zeit die Singles-Charts. Seit 18 Wochen hält sich dort Sylver mit dem vergoldeten Song „Turn The Tide“, die Nachfolge-Single „Forever In Love“ belegt bereits Spitzenplätze in den verschiedenen Dance-Charts.
Mit „Livin‘ A Lie“ von Milk Inc. (EMI Electrola, Rang 56) sowie „Light A Rainbow“ von Tukan (Drizzly/Jive/Dos Or Die) gesellen sich zwei weitere Kolleginnen zur Vocal-Trance-Riege.
Premiere in den deutschen Charts feiert seit sechs Wochen das amerikanische HipHop-Label Rawkus im Connected-Vertrieb, das mit dem Hardcore-Rap-Stück „That Smut Part 2“ von Smut Peddler feat. Kool Savas auf Platz 93 liegt.
Ebenfalls neu ist eine veränderte Schreibweise bei allen Charts: Aus Gründen der besseren Übersichtichkeit nennt musikwoche.de bei den Warner-Firmen WEA, eastwest und Warner Strategic Marketing ab sofort nur noch Warner Music als zuständigen Vertrieb. Dies gilt auch für die wöchentliche Auswertung der Konzerne bei den gewichteten Charts-Anteilen.
Hier fließen nun die seit 126 Rekordwochen platzierte CD des Buena Vista Social Club oder das jüngst mit Dreifach-Platin ausgezeichnete Best-Of-Album von Westernhagen ein, aber auch das Debüt der US-Rockhoffnung Linkin Park, das Gold-beschwert seit zwei Wochen den Vize-Thron innehat.



