Beyoncé stürmt mit ihrem Solo-Debüt „Dangerously In Love“ jetzt auch in den deutschen Longplay-Charts von null auf eins. Die Spitzenposition erreichte das Album der Sängerin von Destiny’s Child zuvor schon in den USA, Großbritannien, Irland und Norwegen. In der Schweiz rangiert es derzeit auf Platz zwei. Die deutschen Verkäufe liegen laut Sony Music International bei 70.000, weltweit setzte das Album mit Stand vom 21. Juli schon 2.561.409 Exemplare ab. „Die CD steht bereits in der ersten Woche nach Veröffentlichung zurecht auf Platz eins der Album-Charts“, betont Willy Ehmann, Managing Director SMI. Für ihn ist es „das beste Pop/R&B-Album, das diesen Sommer veröffentlicht wurde. Von außergewöhnlicher musikalischer Qualität stößt es auf ein breites mediales Echo und spricht nicht zuletzt einen großen Teil der Fans von Destiny’s Child an. Beyoncé ist der Stern, der diesen Sommer am Pophimmel länger und stärker glänzen wird als der Rest.“ Auch mit Destiny’s Child gelang Beyoncé Knowles 2001 schon einmal der direkte Sprung auf den deutschen Charts-Thron: Das Album „Survivor“ hielt sich damals zehn Wochen in den Top Ten und fand weltweit mehr als neun Millionen Abnehmer.
Hinter Beyoncé komplettieren zwei beständige Umsatzgarantinnen ein Damen-Trio an der Spitze der Top 100 Longplay. Nena egalisiert mit ihrem Renner „Nena feat. Nena“ wieder ihre höchste Position zwei und hält sich sagenhafte 32 Wochen ununterbrochen in den Top Ten (Gesamtpräsenz: 37 Wochen). Und „Up!„, der Exportschlager aus Kanada von Shania Twain, kommt in der 34. Charts-Woche mit Platz drei erstmals auf einen Medaillenrang.
Zwei Volksmusik-Institutionen sind jeweils mit Tonträgern zu ihrem 30-jährigen Jubiläum im Musikbusiness im Charts-Geschäft. Das Doppelalbum zur ZDF-Gala aus diesem Anlass, „Ein Lied für Marianne & Michael„, ist Neueinsteiger auf Rang 43. Und die Schürzenjäger blicken diese Woche auf Rang 81 auf „30 wilde Jahre“ zurück (höchste Notierung: 53).
Bei den Singles schwingt sich Gracia, bekannt aus „Deutschland sucht den Superstar“, mit ihrem Single-Debüt „I Don’t Think So!“ aus dem Stand auf die Drei. Es ist die erste „Superstar“-Veröffentlichung aus dem Hause BMG Berlin Musik GmbH, die nicht von Dieter Bohlen produziert wurde. Einen Coup landet die Sopranistin Anna Netrebko mit ihrem Album „Opera Arias„, das als erstes Core-Klassik-Debüt die LP-Hitliste entert – auf Rang 69. „Das Thema wurde uns von den Medien aus der Hand gerissen“, sagt Peggy Schmidt, Manager Frontline Classics bei Universal Classics & Jazz. Nach dem Erfolg der Sängerin bei den Salzburger Festspielen im vergangenen Jahr sei ein regelrechter Hype um sie entstanden. Zudem trat sie zeitgleich zur CD-VÖ zweimal in München auf. „Anna Netrebko verkörpert eine neue Generation von Klassikkünstlern, die auch Hörer jenseits des Core-Publikums anspricht“, sagt Schmidt. „Die Leute lieben sie.“
In den USA beleben die „American Idols“ den darbenden Singles-Markt. Clay Aiken hat mit seiner Doppel-A-Seiten-Maxi „This Is The Night“/“Bridge Over Troubled Water“ Platin für eine Million ausgelieferte Exemplare sicher, Ruben Studdard Gold für 500.000 Shipments von „Flying Without Wings“. Von September 2001 bis Juni 2003 wurden in den Staaten lediglich zwölf Singles mit Edelmetall ausgezeichnet, davon nur drei mit Platin – „I Hope You Dance“ von Lee Ann Womack sowie „Another Brick In the Wall“ von Pink Floyd (1979) und „Behind Closed Doors“ von Charlie Rich (1973).



