Die Nation befindet sich im „Deutschland sucht den Superstar“-Fieber. Durchschnittlich 6,8 Millionen, in der Spitze sogar bis zu neun Millionen Zuschauer verfolgten die Ausgabe der RTL-Show am 4. Januar. Die von Dieter Bohlen komponierte und produzierte gemeinsame Single der zehn Teilnehmer der Finalrunde, „We Have A Dream„, schießt zudem in den deutschen Charts von null auf eins. Mit 250.000 verkauften Tonträgern in der Startwoche hat das Werk schon Goldstatus erreicht. Für Wirbel sorgte indes ein Kommentar der Jugendzeitschrift „Yam!“, die den Modern-Talking-Star bezichtigt, die Melodie quasi aus dem eigenen Archiv geklaut zu haben. Bohlen habe sie ursprünglich für den Titel „Zusamm’n gehen“ geschrieben, mit dem Tony Wegas 1992 beim Grand Prix d’Eurovision in Malmö Platz zehn für Österreich ersang. Christian Wolff, Managing Director bei Bohlens Plattenfirma BMG Berlin, erklärte indes, es handele sich bei „We Have A Dream“ um eine Neukomposition und räumte lediglich Ähnlichkeiten im Refrain zu dem Grand-Prix-Beitrag ein. Obendrein sei es nicht verboten, eigene Ideen zu verwerten, betonte Wolff.
Viel Freude an den deutschen Longplay-Charts dürfte derzeit Robbie Williams haben. Mit seinem aktuellen Album „Escapology“ übernimmt er beim Bäumchen-wechsle-dich-Spielchen mit Herbert Grönemeyer wieder Platz eins. Mit „Swing When You’re Winning“ verbessert sich der Frauenschwarm von 30 auf 21. Der namensähnliche Vorgänger, „Sing When You’re Winning„, ist außerdem als Wiedereinsteiger auf Rang 57 zurück im Charts-Club.
Mit 7,6 Millionen abgesetzten Einheiten war „The Eminem Show“ von Star-Rapper Eminem der meistverkaufte CD-Longplayer des Jahres 2002 in den USA vor „Nellyville“ von Nelly (4,9 Millionen) und „Let Go“ von Avril Lavigne (4,1 Millionen). Insgesamt sanken aber die Albumverkäufe in den Vereinigten Staaten im Vergleich zu 2001 um 8,7 Prozent auf nunmehr 649,5 Millionen Stück. Das US-Bestseller-Album in der Ära der exakten Zählungen durch SoundScan seit 1991 ist „Come On Over“ von Shania Twain mit insgesamt 14,5 Millionen vor „Jagged Little Pill“ von Alanis Morissette (14 Millionen) sowie „Metallica“ von Metallica (13 Millionen).



