Die deutschen Longplay-Charts gereichen wea zur Ehre. Die Warner-Music-Repertoiregesellschaft stellt nämlich gleich fünf Titel in den Top Ten. So rangiert Soul-Sänger Seal mit „Seal IV“ auf drei. Die Red Hot Chili Peppers verbessern sich mit ihren „Greatest Hits“ von zehn auf vier. Einen noch größeren Sprung von 26 auf acht macht Sasha alias Dick Brave mit seinen Backbeats und dem Rockabilly-Album „Dick This! (Digipack)„. Die wea-Riege unter den ersten zehn vervollständigen „The Best Of R.E.M.“ (von elf auf neun) sowie der Soundtrack zum Kino-Blockbuster „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs„, der ebenfalls aufsteigende Tendenz aufweist (16 auf zehn).
Auf dem Vormarsch befindet sich auch die amerikanische Goth-Rock-Band Evanescence. Ihr Album „Fallen“ steigt in den Top 100 Longplay von 20 auf fünf und hat mit über 300.000 verkauften Exemplaren Dreifachgold erreicht. Bei den Singles klettert „My Immortal„, die dritte Auskopplung aus dem Erfolgsalbum „Fallen“, von zehn auf sieben. Sat.1 unterlegte seine Trailer zur weihnachtlichen Ausstrahlung des Kinoschlagers „Der englische Patient“ mit dem Song – inklusive Hinweis auf die Maxi. Zusätzliche TV-Werbung für die Single sowie ProSieben- und Sat.1-Kampagnen für das Album unterstützten laut Produktmanager Mathias Blühdorn den neuerlichen Höhenflug der Band um Sängerin Amy Lee. „Außerdem gehen Gitarrenthemen rund um Weihnachten traditionell gut. Sie werden gern verschenkt, und nach dem Fest erfüllen sich viele Freunde der Gitarrenmusik mit ihren Geldpräsenten einen Wunsch“, ergänzt Blühdorn.
Das in vielen Musikmagazinen – vom deutschen „Musikexpress“ über den englischen „New Musical Exress“ bis zum amerikanischen „Spin“ – zum Album des Jahres gekürte „Elephant“ von den White Stripes ist Wiedereinsteiger auf Rang 71. Durch den Vertriebswechsel von Beggars Banquet ist die CD in Deutschland nun bei Indigo im Vertrieb. Bei den Charts-Anteilen für diese Woche wurde der Titel laut Media Control indes versehentlich noch dem „alten“ Vertrieb Zomba respektive Rough Trade, wie die Firma seit 1. Januar wieder heißt, zugeschlagen. Media Control wird dies korrigieren.
OutKast beherrschen die Charts-Szenerie in den USA. Bei den Singles halten die HipHop-Innovatoren Big Boi und Andre 3000 die Doppelführung mit „Hey Ya!“ auf eins und „The Way You Move“ mit Gast-Rapper Sleepy Brown auf Platz zwei. Das OutKast-Doppelalbum „Speakerboxxx/The Love Below“ erklimmt zum dritten Mal seit seinem Erscheinen im Oktober den Charts-Gipfel. In der US-Verkaufsrangliste des Jahres liegt es auf fünf.
In den britischen Singles-Charts belegen Coverversionen aus dem Hause Sanctuary die Spitzenplätze. Rang eins nimmt seit drei Wochen „Mad World“ mit Michael Andrews feat. Gary Jules ein. Dabei handelt es sich um die Neubearbeitung eines Songs des Pop-Duos Tears For Fears von 1982. Der schaffte es damals in Großbritannien bis auf Rang drei, in Deutschland auf 21. In Deutschland wird die neue Version am 26. Januar als Single veröffentlicht. Auf Rang zwei der UK-Hitliste folgt der Vorgänger von Andrews und Jules auf dem Charts-Thron, Ozzy Osbourne, im Duett mit Tochter Kelly mit einer Neufassung von „Changes„. Den Song kramte der Hardrock-Altmeister aus dem Archiv seiner alten Band hervor. Das Original stammt vom Black-Sabbath-Album „Vol. 4“ von 1972.



