Musik

Charts KW 29: Rekorde für Universal und Depeche Mode

Universal beherrscht die deutschen Longplay-Charts wie nie zuvor und setzt eine neue Bestmarke. Mute/Virgin hingegen setzt ein anderes Zeichen: Der Firma gebührt die Ehre der ersten DVD in den Top 100.

Universal erreicht bei den Marktanteilen für die Longplay-Charts (inklusive Compilations) in dieser Woche einen Wert von 39,80 Prozent. „Das ist ein Rekordergebnis für uns, und ich warte jetzt gespannt, wann wir die Vier vor dem Komma knacken“, resümiert Tim Renner, Chairman und CEO Universal Music. Auch die Zahl von sechs Universal-Alben unter den Top Ten „macht uns verdammt stolz“, so Renner. „Da hat wohl die Vorfreude auf Berlin unsere Mitarbeiter zu Höchstleistungen angespornt.“ Mit den No Angels, Neueinsteiger Nelly und Eminem belegen Universal-Acts sämtliche Medaillenränge in den Top 100 Longplay. Für die weiteren Top-Ten-Notierungen des Konzerns sorgen Papa Roach (sechs), Bryan Adams (acht) und Ronan Keating (zehn). Den größten Anteil am Universal-Rekord haben die Divisionen Polydor (11,44 Prozent), UMG (11,43) und die neu aufgestellte Urban/Def Jam Label Group, die nicht zuletzt dank Rapper Nelly mit 7,13 Prozent ein bemerkenswertes Debüt hinlegt.

Die Änderung des Charts-Regelwerks mit der Öffnung für neue Formate führte gleich zu einer Novität in den deutschen Longplay-Charts. Mit der DVD „One Night in Paris“ von Depeche Mode (Mute/Virgin) taucht hier als Neueinsteiger auf Platz 54 erstmals ein reiner Bildtonträger auf. Laut Anne Berning, Marketing Director bei Mute, ist diese Platzierung umso höher zu bewerten, als die DVD bereits am 27. Mai auf den Markt kam und momentan gar nicht mehr beworben wird. „Nach Platz eins in den Musik-DVD-Charts und Rang vier in den Gesamt-DVD-Charts hatten wir zwar mit den Top 100 gerechnet, aber auf so einen hohen Einstieg wagten wir nicht zu hoffen.“ Hätte das neue Charts-Gesetz schon zum Erscheinen der DVD gegolten, wäre laut Berning eine Top-20-Notierung realistisch gewesen. Die DVD verkaufte insgesamt schon mehr als 42.000 Exemplare.

Massive Präsenz in den deutschen Hitlisten zeigt die R&B-Newcomerin Ashanti. Bei den Longplayern rangiert ihr Debütalbum „Ashanti“ wie in der Vorwoche auf Position 15. Bei den Singles ist sie gleich dreimal vertreten. An 36. Stelle liegt die Maxi „What’s Luv?„, auf der Ashanti als Gastsängerin von Fat Joe zu hören ist. Ihr Song „Foolish“ ist auf Position 71 notiert, und die eigene Replik „Unfoolish“ findet sich auf Rang 94.