Musik

Charts KW 26: Der King lässt die Fab Four hinter sich

25 Jahre nach seinem Tod kehrt Elvis Presley triumphal an die Spitze der britischen Singles-Charts zurück. In Deutschland führen „unberührbare“ Metaller aus den Vereinigten Staaten die Rangliste an.

Vier Neueinsteiger stürmen in die Top Ten der aktuellen deutschen Longplay-Hitliste. Besonders erfolgreich sind dabei zwei Veröffentlichungen von Sony Music International. Die amerikanische Metal-Combo Korn startet mit „Untouchables“ direkt auf eins durch und verbucht damit ihren ersten Spitzenreiter in Deutschland. Von null auf vier springt David Bowie mit „Heathen„. Höher stand der wandlungsfähige Altmeister nur 1983 mit „Let’s Dance„. Ebenfalls auf vier landete Bowie 1999 mit „Hours…„. Neben den Sony-Haudegen setzen auch Tocotronic und Ashanti Ausrufezeichen. Das Hamburger Rock-Trio toppt mit dem Album „Tocotronic“ auf fünf noch das Vorgängeralbum „K.O.O.K.„, das es 1999 bis auf Platz sieben brachte. Und Amerikas neue R&B-Heldin debütiert mit ihrem Longplay-Debüt viel versprechend auf Rang zehn.

Von null auf eins der britischen Charts schießt die Maxi „A Little Less Conversation“ von Elvis vs. JXL. Der erste autorisierte Mix eines Titels von Elvis Presley erlangte große Popularität durch den Einsatz im aktuellen TV-Werbespot des Sportartikelherstellers Nike zur Fußball-WM und verkaufte sich in der ersten Woche im Vereinigten Königreich bereits knapp 250.000 Mal. Der „King“ macht mit diesem Triumph seinem Titel alle Ehre. Es ist sein 18. Nummer-Eins-Hit in der Geschichte der UK-Charts. Damit ist Elvis jetzt alleiniger Rekordhalter, nachdem er sich die Bestleistung in Sachen „meiste Singles-Spitzenreiter in Großbritannien“ zuvor fast 25 Jahre lang mit den Beatles teilen musste. Im September 1977 eroberte er nämlich posthum mit „Way Down“ zum 17. Mal den ersten Platz und zog damals mit den Fab Four gleich. Zum ersten Mal auf dem britischen Charts-Gipfel stand Elvis anno 1957 mit „All Shook Up“. Das Original von „A Little Less Conversation“ stammt aus dem Film „Live A Little, Love A Little“ (deutscher Titel: „Liebling, lass das Lügen“). In den deutschen Top 100 ist der Elvis-Remix neu auf Position 46 im Rennen.

Empfänglich sind britische Plattenkäufer nach wie vor auch für deutsche Dance-Produktionen. So knackt Scooter mit seiner Version von Supertramps „The Logical Song“ auf Rang sieben erstmals die britischen Singles-Top-Ten. Glänzend hält sich weiterhin auch Paffendorf mit „Be Cool“ auf dem zwölften Platz.