Die Fußballweltmeisterschaft ist auch in den deutschen Charts das beherrschende Thema. So tummeln sich in den Top 100 gleich acht Titel mit Bezug zum sportlichen Weltereignis. Den größten Hit davon landet Sasha mit „This Is My Time„, dem Song zu den WM-Berichterstattungen auf SAT.1, der die Charts auf Position 15 entert. Anastacia ist mit dem offiziellen Fifa-Song „Boom“ neu auf 35 dabei, während die instrumentale Hymne „Anthem„, die Vangelis im Auftrag des Weltfußballverbands komponierte, als höchster Aufsteiger der Woche einen Sprung von 86 auf 75 macht. Auf die überraschende Nichtqualifikation der niederländischen Mannschaft für das Turnier verweisen Helmut aus Mallorca feat. Jojo’s mit „Ohne Holland fahr’n wir zur WM“ (65) und Ex-„Big Brother“-Hausbewohner Jürgen mit „Auf Wiedersehen Holland (wir sind dabei)“ (97). Die Prinzen bauen auf DFB-Kapitän und -Keeper „Olli Kahn“ (73). Dem Teamchef huldigt indes La Rocca mit „Ein Rudi Völler“ (91). Sympathien gibt es in Deutschland auch für die englische Mannschaft, deren Lied „Three Lions“ von Baddiel & Skinner und den Lightning Seeds auf 76 wieder einsteigt. Bei den Compilations belegt die „Ballermann Hits WM-Party 2002“ Platz zwölf.
Für frischen Wind in den deutschen Longplay-Charts sorgt Joy Denalane mit ihrem Solodebüt „Mamani“ auf Platz acht. In den Top Ten stand sie indes schon einmal bei den Singles als Gastsängerin auf dem Titel „Mit Dir“ von Freundeskreis, der 1999 bis auf Platz neun kam.
Eminem weitet seine internationale Charts-Dominanz aus. So belegt der Rapper mit dem „bösen“ Image in Deutschland jetzt sowohl bei den Alben mit „The Eminem Show“ als auch bei den Singles mit „Without Me“ parallel die Spitzenposition. Das gleiche Kunststück gelingt dem Schöpfer rabiater Reime auch in den Euro-Charts, in Österreich, der Schweiz, Norwegen und Irland. Das Album ist zudem top in Großbritannien und den Niederlanden. Die Single landet weitere aktuelle Nummer-eins-Positionen in Schweden und Dänemark.
In den USA fand das Eminem-Album schon 1,6 Millionen Abnehmer. Es ist maßgeblich mitverantwortlich für den historischen Wochenrekord der Universal Music Group mit 41,53 Prozent Marktanteil bei den Longplayern.



