Ein heimlicher Star war sie schon lange, doch nun dürfte Andrea Berg auch außerhalb der Schlagergemeinde rapide ihren Bekanntheitsgrad steigern. „Machtlos„, wie ihr neues Album heißt, ist sie schon gar nicht, denn die CD stürmt in den Top 100 Longplay von null auf eins. „Die Verkaufszahlen der ersten Woche liegen bei über 100.000 Stück, wir rechnen in Kürze mit Gold“, berichtet Produktmanager Ralph Lobenstein von BMG Ariola München. Die absolute Nähe zu ihren Fans kennzeichnet er als Geheimnis von Andrea Bergs Popularität. „Sie tourt ständig und ist sich auch nicht zu schade, in kleineren Sälen aufzutreten“, so Lobenstein, der mit einem Top-Ten-Einstieg rechnete, sich von der Nummer eins aber doch freudig überrascht zeigt. Parallel steigt Andrea Bergs Langzeitabräumer „Best Of“ wieder von 54 auf 32. Das Album kam zwar nie über Rang 28 hinaus, ist aber in der 80. Charts-Woche die Platte mit dem längsten Durchhaltevermögen aller momentan in den Top 100 vertretetenen Longplayer. Mehr als 440.000 deutsche Berg-Fans haben es bislang erworben.
Über zwei Neueinsteiger in den Top Ten kann sich wea freuen. Der Soundtrack zu „Matrix Reloaded“ entert die Hitliste auf sieben, die Deftones rocken sich mit dem Album, das schlicht den Bandnamen trägt, auf acht. Dank gestandener Roots-Rocker wirft auch Sanctuary zwei Alben auf einmal ins Charts-Rennen. „Vicious Cycle„, das neue Album von Lynyrd Skynyrd, belegt Rang 44 – das ist Rekord für die Südstaaten-Rocklegende in den deutschen Longplay-Charts. Neu auf 93 platziert sich „Beneath This Gruff Exterior“ von John Hiatt & The Goners.
Bei den Singles sind TV-Helden weiterhin das Maß aller Dinge. „GZSZ“-Star Yvonne Catterfeld verteidigt die Spitze mit „Für Dich“ vor „Superstar“ Daniel Küblböck auf zwei, während „Big Brother“ Ulf mit „Du bist das Größte“ auf Platz zehn debütiert. Von null auf fünf springen Nena und Kim Wilde mit „Anyplace, Anywhere, Anytime„. Nenas Original „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ kam 1984 bis auf Platz drei, die Version von Jan Delay a.k.a Eißfeldt 1999 auf zwei.
Im Zuge seiner Tournee durch Deutschland verbesserte sich Paul McCartney mit seiner Doppel-CD „Back In The World – Live“ von Platz 61 auf 36. Und auch die aktuelle DVD von Sir Paul, „Back In The U.S. – Concert Film„, macht einen kräftigen Satz nach oben von Position 96 auf Rang 66.



