In den ersten Charts fürs neue Jahr gibt es aufgrund der VÖ-Flaute zum Jahreswechsel wenig Veränderungen. So schaffen mit der „Hommage an Reinhard Mey“ (84) und bemerkenswerterweise Enyas Vier-CD-Box „Only Time – The Collection“ (93) ganze zwei Neueinsteiger den Sprung in die Longplay-Hitliste. Capitol dominiert weiter souverän mit drei Alben unter den ersten vier, wobei Herbert Grönemeyer die Podestspitze wieder von Robbie Williams zurückerobert, während Helmut Lotti Rang vier hält. Deutlichen Aufwind spürt Nena, die bei den Singles mit dem renovierten „Leuchtturm“ neu auf Platz 41 im Rennen ist und gleichzeitig mit dem Album „Nena feat. Nena“ von Zehn auf Fünf prescht.
Ein „stiller Star“ in den Top 100 Longplay ist Andrea Berg. Das „Best Of„-Album der Schlagerinterpretin kam zwar nie über Rang 29 hinaus, ist aber mit 59 Wochen Präsenz mit Abstand das langlebigste Charts-Album derzeit (Platz 77). Der Berg am nächsten kommen in dieser Wertung Anastacias „Freak Of Nature“ mit 48 Wochen (diese Woche auf 52) sowie Shakira mit „Laundry Service“ (Platz 14) und Pink mit „Missundaztood“ (24), die es auf je 47 Wochen bringen.
Die holde Weiblichkeit macht indes nicht nur durch erfolgreichen Gesang von sich reden, sondern ist auch das beherrschende Sujet der Songtexter im Singles-Bereich. So stellt Groove Coverage die These „God Is A Girl“ auf (Platz 15). Shaggy baggert frei heraus mittels der Anrede „Hey Sexy Lady“ (18). TLC lädt zum „Girl Talk“ (90), Die Toten Hosen würdigen pauschal die „Frauen dieser Welt“ (92), während Alicia Keys auf 100 nur von einem „Girlfriend“ erzählt.



