BMG Berlin bleibt die Plattenfirma der Stunde in den deutschen Hitlisten. Derweil sich bei den Singles beim „Superstar“-Wechsle-dich-Spiel Daniel K. wieder vor Alexander setzt, verbucht die Berliner BMG-Division bei den Alben schon wieder eine Nummer eins. Dafür sorgen die Finnenrocker von Him mit ihrem neuen Album „Love Metal“ (Supersonic/Gun), das aus dem Stand die Führungsposition erobert. Das gleiche Kunststück gelang der Band bereits anno 2000 mit „Razorblade Romance„, damals noch für BMG Köln. Von null auf zwei katapultierte sich 2001 das Him-Epos „Deep Shadows And Brilliant Highlights“ unter der Obhut von BMG Hamburg.
Starke Fernseh-Publicity zahlt sich für Robbie Williams in den deutschen Charts aus. So brachte ProSieben am 15. April ein ausführliches Interview von Charlotte Roche mit dem britischen Pophelden, der am gleichen Abend auch bei Stefan Raab in „tv total“ zu Gast war. Das Roche-Interview war zudem auf Viva zu sehen. Nun schnellt Williams‘ aktuelles Album „Escapology“ in den deutschen Longplay-Charts wieder von 17 auf fünf. Die neue DVD, „The Robbie Williams Show„, verbessert sich von 44 auf 29, der ältere Bildtonträger „Live at the Albert“ ist Wiedereinsteiger auf Platz 77. Auch die Williams-Single „Come Undone“ macht einen kräftigen Sprung von 34 auf 16. Vorerst fehlgeschlagen ist dagegen das Ziel des Robsters, auch in den USA endlich zum Topstar aufzusteigen. In der letzten Woche debütierte „Escapology“ in den Billboard-Charts zwar auf Rang 43, ist jetzt allerdings schon nicht mehr unter den Top 100 zu finden.
Mit seinem als Abschiedswerk vom Musikgeschäft angekündigten Album „Der richtige Moment“ platziert sich Schlagerikone Howard Carpendale ohne Anlauf auf Rang 14. Die Longplay-Top-Ten erreichte „Howie“ in seiner langen Karriere mit insgesamt acht Alben. Am höchsten notiert waren „Mein Weg zu dir“ (1979) und „Hello Again“ (1984), die es jeweils bis auf Platz drei brachten. Die erfolgreichsten Singles des Frauenschwarms waren „Ti Amo“ (1977 auf zwei), „Deine Spuren im Sand“ (1975 auf drei) und „Nachts, wenn alles schläft“, eine Nummer vier 1979.



