Musik

Charts KW 17: Kelly-Comeback mit Kartoffelstärke

Die Top-Produkte der Dance-Firma Kontor sorgen für eine Wachablösung bei den Singles, während bei den Alben eine wohl bekannte Großfamilie reüssiert. Triumphe in ganz Europa feiert BMG.

Die erreichen einen neuen Höhepunkt. Mit zwei Coverversionen belegt die Plattenfirma die beiden ersten Ränge der deutschen Singles-Charts. Scooter übernimmt mit „Nessaja“ ohne Anlauf die Führung. Das Original stammt von Peter Maffay aus dem Kinder-Musical „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“ und kam als Single anno 1983 bis auf Platz 17. Von drei auf zwei verbessert sich Mad’House mit der „Like A Prayer“.

Bei den Longplayern springt die Kelly Family mit der CD „La Patata“, benannt nach dem spanischen Wort für „Kartoffel“, von null auf drei. Damit knüpft die singende Großfamilie fast wieder an Erfolge der Neunziger an, in denen sie gleich drei Nummer-eins-Alben verbuchte: „Over The Hump“ (1994), „Almost Heaven“ (1996) und „Growin‘ Up“ (1997).

Über freut sich BMG. Die Company vermeldet momentan Spitzenreiter in sechs Nationen und insgesamt 115 Singles- und 134 Album-Charts-Platzierungen in 18 Ländern des Kontinents. Thomas M. Stein, President BMG Europe, verweist besonders auf Erfolge von Newcomern wie Gareth Gates (derzeit Nummer eins in Großbritannien) oder Ben feat. Gim (Rang eins in Österreich), die er als erste Früchte „einer neuen A&R-Politik und der Umstrukturierungsmaßnahmen des letzten Jahres“ deutet.

Ab dieser Woche spiegelt sich die neue Struktur von Sony Music auch im Charts-Teil wider. Die Kürzel SMI respektive SMD stehen für die neu geschaffenen Abteilungen Sony Music International und Sony Music Domestic, SMM für Sony Music Media. Für die Graphiken mit den gewichteten Charts-Anteilen hat Media Control jedoch für SMI und SMD nur Zahlen für die aktuelle Erhebungswoche geliefert. Die Balken mit den kumulierten Werten fehlen zwangsläufig, da die rückwirkende Zuordnung der früheren Epic– beziehungsweise Columbia-Titel zu den neuen Abteilungen in der Kürze der Zeit noch nicht möglich war. Für die reaktivierte Compilation-Division Sony Music Media gibt es hingegen schon die kumulierten Werte. Hier hat Media Control bereits die zuvor unter Berlin Records gelisteten Kopplungen SMM zugerechnet.