Musik

Charts KW 15: Naidoo setzt sich gegen Celine Dion durch

Der R&B-Erlöser aus Mannheim gewinnt das prestigeträchtige Duell gegen das franko-kanadische Goldkehlchen. Immer noch gefragt sind standhafte Stars aus früheren Dekaden.

Xavier Naidoo entert mit der Doppel- CD „Zwischenspiel/Alles für den Herrn“ die deutschen Longplay-Charts auf Platz eins. Er ist damit der erste LP-Spitzenreiter für das Label Naidoo Records, die Plattenfirma IN-motionwie für den Vertrieb von SPV. Das Album steht bereits kurz vor Platin. In Österreich debütiert der Doppelpack des Mannheimer R&B-Sängers auf Rang zwei, in der Schweiz auf drei. In Deutschland haben zudem nicht wenige Naidoo zugeneigte Musikfans den Kauf des neuen Tonträgers mit dem Erwerb seines Debütalbums „Nicht von dieser Welt“ verbunden, das als Wiedereinsteiger auf Rang 57 in die Top 100 zurückkehrt. Auch dieser Longplayer führte 1999 die Charts an.

Dem übermächtigen Xavier muss sich selbst die erfolgsverwöhnte Celine Dion geschlagen geben, die trotz „Wetten, dass…?“-Auftritt mit Rang zwei für ihr Album „A New Day Has Come“ Vorlieb nehmen muss. Ihre Single gleichen Namens verbessert sich von 17 auf sechs. Es mag sein, dass in Zeiten der Rezession im Tonträgergeschäft ein Engagement bei Gottschalk nicht mehr unbedingt eine explosionsartige Steigerung der Verkaufszahlen zur Folge hat. Die Ausschläge in den Charts sind indes weiter deutlich spürbar, wie auch das Resultat der anderen Gäste der letzten Sendung zeigt: Britney Spears klettert mit dem Album „Britney“ von 55 auf 26, mit der Single „I’m Not A Girl, Not Yet A Woman“ von 27 auf zehn. Wiedereinstiege verbuchen bei den Alben die Sampler von Rod Stewart (32) und Comedy-Telefonist Bodo Bach (65). Neu dabei auf 75 ist Joe Cockers in einer Wettpause vorgestellte neue Single.

21 Jahre nach dem ersten deutschen Charts-Erfolg mit dem Album „Killers“ (höchste Position: zehn) stürmt die Hardrock-Legende Iron Maiden mit dem Live-Album „Rock In Rio“ von null auf 13. Noch vier Jahre länger im Charts-Geschehen sind die Softrocker von Supertramp dabei, die 1977 mit „Even In The Quietest Moments“ erstmals in den Top 100 auftauchten (Top-Rang: 14) und nun in „Slow Motion“ auf Platz 17 schleichen.

Gar auf eine Präsenz von mehr als 36 Jahren kann Cher in den US-Singles-Charts vorweisen, wo sie aktuell mit „Song For The Lonely“ auf Rang 85 steht. Sie ist zudem der einzige Solo-Act mit Notierungen in fünf Jahrzehnten.