Musik

Chaoticom sieht mehr Musik im mobilen Sektor

Der CEO von Chaoticom glaubt, dass Kunden für den mobilen Musikdownload mehr bezahlen.

Steht das Musikgeschäft bereits vor der nächsten Revolution? Zumindest die Verbreitung von Musik über Mobile Devices steht kurz vor dem Durchbruch, wenn die zunehmenden Zeichen richtig gedeutet werden. Und zumindest der Chef des US-amerikanischen Unternehmens Chaoticom, Bathsheba Matsheen, gibt sich davon überzeugt, dass über diesen Weg für die Beteiligten mehr Geld zu verdienen ist. Gegenüber der Zeitung International Herald Tribune sagte Matsheen, die Kunden würden „sicherlich mehr bezahlen, um ihre Musik jederzeit und an jedem Ort zu bekommen“. Nach seiner Einschätzung wären im mobilen Vertrieb für einen Song bis zu 3 Dollar als Preis zu erreichen, selbst wenn der gleiche Song im Online-Vertrieb nur 99 Cent koste.

Auf Verlangen der Labels hat Chaoticom für sein eigenes Angebot ein Digital Rights Management (DRM) System integriert, um das weitere Verbreiten der Stücke auf PCs oder andere Mobiltelefone zu verhindern, bzw. einzuschränken. Gerade das Filesharing von Musik über Handys könnte aber wiederum aus Sicht der Mobilfunkbetreiber als Geschäft sogar den SMS-Versand schlagen. Zudem glauben Experten, Mobiltelefone könnten so auch zum mächtigen Marketingwerkzeug für die Musikindustrie heranwachsen.