Musik

Cecilia Bartoli befreit Oratorien vom Bann des Vatikans

Sie ist für ihr ausgefallenes Repertoire bekannt: Die italienische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli bewies in der Vergangenheit beim Entdecken fast vergessener Musik ein glückliches Händchen. Ihre neue Produktion, „Opera Proibita“, widmet sie ihrer Heimatstadt Rom und präsentiert wieder diverse Weltersteinspielungen.

“Als Händel 1706 in Rom ankam, galt noch das Theaterverbot des Vatikans“, erzählt die Sängerin. Offiziell wollte die Kirche damit ein Zeichen der Dankbarkeit setzen, weil ein Erdbeben 1703 in Rom keine Todesopfer gefordert hatte. „Der inoffizielle Grund war jedoch, dass das Theater als unmoralischer Sündenpfuhl galt, den die Kirche nicht mehr kontrollieren konnte.“ Doch Musiker wie Georg Friedrich Händel, Alessandro Scarlatti und Antonio Caldera wussten, wie sie dieses Verbot umgehen konnten. „Im Vatikan entbrannte ein Konflikt, denn Kardinäle wie Pietro Ottoboni und Benedetto Pamphilj…

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