Am 15. Oktober schließt der legendäre New Yorker Club CBGBs endgültig seine Pforten. Mit einem Konzert von Patti Smith endet eine Ära, die 1973 begann. Betreiber Hilly Kristal, der den Club 33 Jahre führte, gilt als Vaterfigur der New Yorker Punkszene. Denn Kristal, der das CBGBs ursprünglich als Country-, Blues- und Bluegrass-Venue konzipiert hatte, war einer der Wenigen, die der aufkeimenden Szene Auftrittsmöglichkeiten gab: Die erste Band, die auftrat, war Television, es folgten Patti Smith, die Talking Heads und Blondie. Der Rest ist Geschichte. Neben Patti Smith beehren in der letzten Woche des Clubs die Hardcore-Legenden Bad Brains, die Dictators sowie Debbie Harry und Chris Stein, die Köpfe von Blondie, die legendäre Location. Selbstverständlich sind alle Abschieds-Konzerte des knapp 300 Menschen fassenden Clubs ausverkauft.
Der 74-jährige Kristal, dem nach einem fünfjährigen Streit um ausstehende Mietforderungen mit den Eigentümern des Gebäudes der Pachtvertrag gekündigt wurde, macht jedoch weiter – aller Voraussicht nach in Las Vegas. Dazu will er das Venue bis auf die Mauern abtragen und so viel wie möglich davon in die Glücksspielmetropole verfrachten, einschließlich der Urinale. Was an Einrichtung nicht im neuen CBGBs Platz findet, wird auf eBay versteigert: „Warum nicht? Wenn ich es nicht tue, macht es jemand anderes“, so Kristal.



