Musik

Carl Perkins ist tot

Rock ’n‘ Roll-Legende Carl Perkins ist tot. Er starb am gestrigen 19. Januar in seinem Heimatort Jackson (Tennessee) an den Folgen einer Serie von Schlaganfällen, die er in den letzten Monaten erlitten hatte. (.)

Perkins zählte zu den Gründervätern des Rock ’n‘ Roll. Seine musikalische Laufbahn begann als Siebenjähriger – mit einer selbstgebastelten Gitarre. Der bekannteste seiner vielen Songs ist zweifelsohne „Blue Suede Shoes“ (1956), mit dem Elvis Presley der Durchbruch gelang. Als erster überhaupt belegte Presley damals gleichzeitig den ersten Platz der amerikanischen Pop-, Country- und Rhythm ’n‘ Blues-Charts.

Neben Elvis Presley beeinflußte Perkins auch andere Größen der Rock- und Countrymusik. Die Beatles nahmen 1964 gleich drei Perkins-Songs auf: „Honey Don’t“, „Matchbox“ und „Everybody’s Trying To Be My Baby“. Bob Dylan, Eric Clapton, John Fogerty und George Harrison bekannten sich dazu, zunächst Perkins imitiert zu haben, bevor sie ihren eigenen Stil entwickeln konnten. Perkins schrieb auch „So Wrong“ für Patsy Cline. Dolly Partons „Silver and Gold“ und George Straits „A Man On His Own“. Für Johnny Cash, mit dem er lange Zeit gemeinsam auftrat, schrieb Perkins „Daddy Sang Bass“. 1996 veröffentlichte er sein letztes Album „Go, Cat, Go“, auf dem er mit George Harrison, Tom Petty, Willie Nelson, Paul Simon, Bono und John Fogerty zusammen zu hören ist.