Musik

Cargo

Zahl der Liebhaber alter Vinylraritäten wächst

“Im Backkatalog-Bereich konnten wir in den letzten Jahren deutliche Zuwachsraten erzielen“, erklärt Manuela Nikele, bei Cargo zuständig für A&R und den gesamten Einkauf. Der Firma ist es gelungen, sich vor allem im Vinyl-Bereich zu etablieren. „Gerade die Special Editions von Künstlern wie Jimi Hendrix und viele lange nicht mehr erhältliche Jazz-Aufnahmen, gepresst auf schwerem Vinyl und zum Teil mit aufwändigen Klappcovern versehen, kommen beim Kunden gut an“, sagt Nikele. Es gebe wieder viele Läden und Handelsketten, die Vinylplatten in ihr Sortiment aufgenommen haben. „Auch mit Mailordern arbeiten wir sehr erfolgreich zusammen. Nach meinem Eindruck nimmt die Zahl der Vinyl-Liebhaber generell wieder zu.“ Von gut aufgemachten Wiederveröffentlichungen in diesem Bereich setzt Cargo oftmals bis zu 1000 Stück ab.

Neben dem starken Vinyl-Segment bietet die Firma aber auch im Backkatalog-Bereich zahlreiche CDs an. „Zu den wichtigsten Labels zählen dabei für uns Sunspot und ESP. In der Regel ist es aber so, dass viele Veröffentlichungen erst auf Vinyl erscheinen und dann ein Jahr später auf CD.“ Auch wenn Vinyl noch immer ein Nischenthema ist: Die Abverkäufe in diesem Segment sind sehr stabil. Vergleichbare Einbrüche wie im CD-Markt erkennt Nikele bis jetzt nicht. „Ergänzend zu unseren Labels vertreiben wir in Deutschland ja auch, zum Teil sogar exklusiv, Vinyl-Produkte von Warner Music und Universal. Mit Connected werden wir bald ebenfalls auf vergleichbare Art zusammenarbeiten. Unser Außendienst bedient wirklich alle Läden. Wir erreichen damit auch Verkaufsstellen, die von anderen Vertrieben zum Teil gar nicht mehr bedient werden.“ Im Budget-Segment setzt Cargo vor allem auf Titel der Blaricum Music Group. „Diese Produkte führen wir erst seit kurzem. Schwerpunkt ist der Worldmusic-Bereich mit dem Label Goldies.“