In einem Interview mit „Viva-BamS“ erklärte er: „Wenn man Vater oder Mutter wird, tritt man einer Art Geheimbund bei. Plötzlich flüstern einem alle zu: Na, ist doch gar nicht so schlimm oder?“. Und in der Tat scheint Campinos größtes Probleme momentan darin zu bestehen, zu überlegen, welches Talent er an seinen Sohn weitergeben kann. Gitarrist Kuddel hat hier einen gewissen Vorsprung. Beim „Rock Am Ring“-Konzert stand er gemeinsam mit seinem 12-jährigen Sohn Tim auf der Bühne und demonstrierte die generationenübergreifende Saitenzupfkompetenz. Für den eigenen Nachwuchs sieht Campino in dieser Hinsicht schwarz: „Ich bin total talentfrei. Er kann noch nicht mal Gesang von mir lernen, weil ich gar nicht singen kann.“ Außerdem hofft der 46-Jährige, dass aus seinem Filius im Gegensatz zu seinem Vater ein ruhiger, gelassener Mensch wird.
Den Inhalten des neuen Albums kommt dadurch – zumindest im Interview – nur eine Nebenrolle zu. Die Toten Hosen präsentieren sich auf „Zurück zum Glück“ mitunter grüblerisch machen sich Gedanken über Liebe, Religion und Politik. Die Kritik an der Regierung sei aber beispielsweise „leichtherzig gemeint“, betont Campino: „Man kann die Situation in diesem Land nicht in einen 15-Zeiler packen.“ Vor 10 oder 15 Jahren sei es zudem einfacher gewesen, plakative Lieder zu machen, da es früher „mehr schwarz und weiß“ gegeben habe.


