Mit einem Werbefeldzug, der sich klar am Erfolg von Apples iTunes Store orientiert, will sich der neue Download-Dienst BuyMusic.com ein Stück vom digitalen Kuchen sichern. Mittel zum Zweck ist unter anderem aggressives Preismarketing: Amerikanische PC-Nutzer können einzelne Songs bereits für 79 Cent erstehen, Alben schlagen mit mindestens 7,95 Dollar zu Buche. Die Website ist seit heute online und bietet einen Katalog von über 300.000 Einzeltiteln, bereit gestellt von den fünf Majorfirmen und diversen Indies. Gründer des Unternehmens mit Sitz im kalifornischen Aliso Viejo ist Scott Blum, der unter anderem auch hinter dem E-Tailer Buy.com steckt. Er will sein neues Angebot in direkte Konkurrenz zum iTunes Music Store positionieren und setzt auf die 97-prozentige Mehrheit der Computerbesitzer – diejenigen, die mit PCs arbeiten. Apple-Chef Steve Jobs sei zwar „ein Visionär, aber er ist leider auf der falschen Plattform“, so Blum. Identifikationsfigur in der BuyMusic.com-Werbung ist Tommy Lee, Drummer der Band Mötley Crew. In einem Spot zertrümmert er eine Gitarre, die ähnlich aussieht wie das Instrument, das Apple in seiner iTunes-Kampagne benutzt. Ob BuyMusic.com allerdings ähnlich gut bei den Fans von Musikdownloads ankommt wie der Apple-Shop, wird sich weisen müssen: Wie schon andere Windows-kompatible Angebote kämpft auch BuyMusic.com mit eingeschränkten Nutzungsrechten der Files. Obendrein sind die Rechte auch noch individuell unterschiedlich. Grund: Blum konnte, anders als Apple, mit den einzelnen Rechteinhabern keine Pauschalverträge abschließen. Deshalb dürfen seine Kunden nun einige Songs zum Beispiel dreimal brennen und auf zwei mobile Abspielgeräte überspielen, während andere Titel gar nicht gebrannt aber dreimal überspielt werden dürfen. „Da geht es Querbeet“, gesteht Blum ein. „Wir haben alle Beteiligten von Beginn an darauf hingewiesen, dass das nur für Verwirrung sorgen wird. Aber leider sind alle unsere Lizenzverträge unterschiedlich.“
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