Musik

Bushido-Fans demolieren Elektromarkt

Die Autogrammstunde endete im Chaos.

Die Meldungen sind ein bisschen konfus, aber im Großen und Ganzen muss es wohl so abgelaufen sein: Vergangenen Samstag sollte Bushido im Berliner Stadtteil Wedding eine Autogrammstunde absolvieren. Zwischen 400 und 1000 Fans hatten sich in dem Elektromarkt in der Pankstraße eingefunden, um einen Blick auf ihr Idol zu erhaschen.

Nach zwei bis drei Stunden Wartezeit wurde es einigen jedoch zu langweilig. Ihren Unmut bekundeten die einfallsreichen Randalierer, indem sie CDs und DVDs in Wurfgeschosse umwandelten. Unter anderem sollen sie damit auch auf den Rapper gezielt haben. Der verließ daraufhin den Raum, die Geschäftsleitung sagte die Veranstaltung ab. Das wiederum löste einen noch größeren Tumult aus. Regale wurden umgeworfen, CD-Klau machte die Runde, eine Hundertschaft der Polizei rückte an und räumte das gesamte Gebäude.

Randale und Grammatik? Uncool

Damit war’s aber noch lange nicht vorbei. Denn die erhitzen Gemüter ließen ihre Wut nunmehr an den Fahrzeugen aus, die auf dem Parkplatz abgestellt waren. An mehreren Autos, darunter auch das von Bushido, entstanden Lackschäden. Augenzeugenberichten zufolge machten sich einige Fans auch einen Spaß daraus, auf der demolierten Rapper-Limousine für ein Foto zu posieren.

Bushido selbst fand die Aktion wohl auch nicht so gut. In einem Online-Forum schilderte er später seine Sicht der Dinge:

„yo… also sorry dass das heute nicht geklappt hat aber es gab ein problem. die organisation war totaler schrott und die haben mich nicht zu den leuten gelassen. klar ist das nicht cool wenn der laden kaputt geht aber wenn die mich zu den kids gelassen hätten wär das noch gegangen denke ich. die polizei war auch behindert und hat mich dann aus dem gebäude geschmissen. ich wollte noch ein megaphon haben um mit den leuten zu reden aber die hatten keinen bock auf mich. die filialleiterin die vollkommen behindert war hat mich rausgeschmissen und bekam nen heulkrampf. (…) was der knüller war war aber dass dem kripovogel alles geklaut wurde was er in den taschen hatt. das ist Berlin. bis zum nächsten mal.“