Musik

Bundesregierung sorgt sich um die Künstler

Im Deutschen Bundestag beschäftigte man sich gestern mit der wirtschaftlichen und sozialen Situation der bundesdeutschen Künstler.

Im Deutschen Bundestag beschäftigte man sich am 12. Februar mit der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Künstler. Die eigens eingesetzte Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ sammelt seit einiger Zeit Fakten zur „wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der künstlerischen Berufe und des Kunstbetriebs in Deutschland“, die in einem Abschlussbericht zur Beantwortung der Großen Anfrage von CDU/CSU und FDP dienen sollen. Zu erwarten seien dann „zuverlässige Angaben zur sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler und vor allem Handlungsempfehlungen zu deren Verbesserung“. Bei der gestrigen Bundestagsdebatte wurde mit der Bundesregierung hart ins Gericht gegangen, konkrete Ergebnisse kamen wohl nur spärlich zu Tage. Kommissions-Leiterin Gitta Connemann urteilte knapp: „Der Berg kreiste und gebar eine Maus.“ Als eine der Hauptaufgaben der Kommission erkannten indes mehrere Mitglieder die Sicherung der Künstlersozialversicherung. Dr. Christina Weiss, Staatsministerin für Kultur und Medien, forderte in Reaktion auf die bislang eher lückenhaften Ergebnisse der Kommission, dass künftig regelmäßig Berichte zur sozialen Lage der Künstler erstellt werden sollen. Beim Deutschen Kulturrat, dem Dachverband der Bundeskulturverbände, zeigte man sich erfreut über die Forderung.