Die Kritik von Veranstalter Marek Lieberberg führte bei den betroffenen Stellen zu prompten Reaktionen: Ein Sprecher des Berliner Senats und ein Sprecher von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse wiesen die Vorwürfe zurück.
Zuvor hatte Lieberberg gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ geklagt: „Wirtschaft und Politik in Deutschland glänzen durch Geiz, Ignoranz und wilhelminischen Absurdbürokratismus.“ Er warf Bundestagspräsident Thierse, Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit, aber auch den führenden deutschen Wirtschaftsunternehmen vor, „keinen Finger krumm gemacht zu haben“, um zum Gelingen der deutschen Ausgabe des Live-8-Konzerts beizutragen.
Lieberberg habe „zu keinem Zeitpunkt“ einen Antrag an Thierse gestellt, heißt es dagegen nun von Hans Hotter, dem Sprecher des Politikers. Und auch ein Vertreter des Berliner Senats zeigte kein Verständnis für die Vorwürfe: Gegenüber dpa sagte Michael Donnermeyer, Berlin habe sich intensiv darum bemüht und alles getan, dass das Benefizkonzert trotz knapper Vorlaufzeit am 2. Juni an der Siegessäule stattfinden könne. Mehr zum Thema


