Das britische Musikgeschäft erzielte dank starker Verkäufe von CD-Alben, DVDs und Downloads in den zwölf Monaten bis Ende September bei Umsätzen in Höhe von 1,218 Mrd. Pfund oder umgerechnet fast 1,75 Mrd. Euro ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Album-Shipments erreichten mit 237 Mio. Exemplaren ein neues Rekordniveau. Stark schnitten vor allem Titel aus heimischer Produktion ab: Mit Alben von Dido, Will Young und Katie Melua finden sich drei nationale Produktionen unter den fünf bestverkauften Alben, die fünf bestverkauften Singles stammten alle aus UK. „Die anhaltenden Investitionen der hiesigen Musikindustrie in britische Talente zahlt sich aus“, frohlockte Peter Jamieson als Chairman des Branchenverbands BPI. Im vierten Quartal müsse nun nur noch ein Plus von einem Prozent erzielt werden, um 2004 zu einem Rekordjahr zu machen.
Erfreulich fand Jamieson auch die Entwicklung legaler Trackdownloads im Königreich: Rund 1,75 Mio. einzelne Songs wurden allein im dritten Quartal verkauft. Würden diese Zahlen bereits in die Quartalsbilanz eingerechnet, hätte das bei den Singleverkäufen anstelle eines Umsatzrückgangs um zwölf Prozent ein Plus in Höhe von neun Prozent bedeutet. Inzwischen erreichten Trackdownloads wöchentlich ein Volumen von 250.000 Stück.
Mehr als vier Prozent des Umsatzvolumens entfallen im Königreich inzwischen auf Verkäufe von Musik-DVDs. Allein im dritten Quartal des laufenden Jahres verbuchte das Format ein Plus von 50 Prozent. Mit einem jährlichen Umsatzvolumen von derzeit rund 51 Mio. Pfund hat die Musik-DVD inzwischen die Größenordnung des Singlesgeschäfts erreicht.



