Musik

Britischer EMI-Chef schimpft auf zögernde Konkurrenz

Der britische EMI-Chef Tony Wadsworth findet die abwartende Haltung seiner Mitbewerber im Singles-Geschäft marktgefährdend. Während EMI in Großbritannien den Markt mit drei neuen Konfigurationen beleben will, hält sich die Konkurrenz noch zurück.

Der britische EMI-Chef Tony Wadsworth findet die abwartende Haltung seiner Mitbewerber im Singles-Geschäft marktgefährdend. Während EMI in Großbritannien den Markt mit drei neuen Konfigurationen beleben will, hält sich die Konkurrenz noch zurück. Nach Angaben von EMI sank der Wert der Singles-Shipments im zweiten Quartal um 44 Prozent. Bei einem Vertriebsmeeting sagte Wadsworth deshalb: „Wenn das kein Signal zum Umdenken ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Und trotzdem warten unsere Mitbewerber darauf, dass wir mit unserer Singles-Initiative auf die Nase fallen.“ EMI-Singles sind seit neuestem entweder als Ausgabe mit zwei Songs zum VK-Preis von 1,99 Pfund oder in einer Variante mit drei Songs, möglicherweise mit DVD-Inhalten, für 2,99 Pfund erhältlich. Das dritte Format kommt bei Veröffentlichungen der bekanntesten Künstler zum Einsatz – mit einem Preis von 3,99 Pfund. Als erste Titel für 1,99 Pfund brachte EMI UK nun Singles von Skin und dem Rishi Rich Project auf den Markt, Two-Tracks von Placebo und Jamelia sollen nächste Woche folgen. Laut Wadsworth gebe es durchaus noch ein großes Kundeninteresse an Singles: „Der Patient ist noch nicht tot, sondern nur traumatisiert.“

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