Die unabhängigen Plattenfirmen Großbritanniens sind mit ihrem Vorstoß gescheitert, das neue Charts-Regelwerk vom Office of Fair Trading (OFT) überprüfen zu lassen. Die Wettbewerbshüter wiesen eine entsprechende Eingabe des Indie-Verbands AIM zurück. Darin hatte die AIM-Vorsitzende Alison Wenham die Systeme zur Erfassung der gemischten Hitlisten aus Verkäufen von physischen Produkten und Downloads als „extrem fehlerhaft“ bezeichnet. Zudem würden Songs unabhängiger Plattenfirmen durch die Einrechnung von Downloads benachteiligt, da sie von manchen Onlineanbietern nicht geführt würden.
Wie eine OFT-Sprecherin nun der „BBC“ erklärte, habe man aber keinen hinreichenden Grund für die Annahme von Wettbewerbsverzerrungen durch die neuen Regelungen der Official Charts Company gefunden. Die Akte sei damit geschlossen. Der Streit um die Einführung einer Hitliste aus stationären und digitalen Verkäufen eskalierte zuletzt rund um die Gorillaz-Single „Feel Good Inc.“: Der Track hatte hohe Downloadverkäufe erzielt, war aber zunächst nur in einer Mini-Vinylauflage in den stationären Handel gelangt.


