Musik

Britische Urheber sehen Verhandlungen vor dem Scheitern

Die Verhandlungen zwischen Urhebern und Labels über die Tantiemensätze im britischen Digitalgeschäft drohen zu platzen. Die Music Alliance bezeichnete die Gespräche mit der BPI nun als erfolglos und rechnet mit einem Schlichtungsverfahren.

Die Verhandlungen zwischen Urhebern und Labels über die Tantiemensätze im britischen Digitalgeschäft drohen zu platzen. Die Music Alliance (MA), ein Zusammenschluss von rund 44.000 Autoren und Komponisten, die von den Urheberrechtsgesellschaften MCPS und PRS vertreten werden, bezeichnete die Gespräche mit dem Tonträgerverband BPI nun als erfolglos und rechnet mit einem Schlichtungsverfahren im Herbst.

Adam Singer, Chef der Urhebervereinigung, erklärte der Londoner „Times“, dass die bisherigen Treffen mit den Vertretern der BPI unbefriedigend verlaufen sind. „Wir verhandeln zwar weiter, weil beide Seiten den Gang vor Gericht vermeiden wollen“, so Singer. „Aber es ist höchst unwahrscheinlich, dass wir eine Einigung erzielen werden.“ Die BPI ließ lediglich wissen, dass man in den Gesprächen weiter offen sei.

Die Music Alliance fordert pro 79-Pence-Download eine Vergütung zwischen sieben und neun Pence. Derzeit sind sechs Pence die Regel, doch die MA wirft den Labels vor, den Tantiemensatz auf 2,5 Pence drücken zu wollen.

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