Britische Fans zeigten sich sehr verärgert über die Absage der Tournee der Rapgiganten Snoop Dogg und P. Diddy. Die UK-Tour muss ausfallen, da die britischen Behörden Snoop Dogg das Visum verweigerten.
Snoop Doog kommentierte den Vorfall wie folgt: „Sie wussten seit sechs oder sieben Wochen, dass ich komme. Sie hätten meine Einreise im Vorfeld verhindern können.“ Kollege P. Diddy gab sich besonders deshalb enttäuscht, weil man sich für die britischen Shows etwas ganz Besonders ausgedacht habe. „Großbritannien hat derzeit ein großes Waffen- und Gewaltproblem. Wir wollten den Kids mit dem Konzert vor allem ein positives Signal übermitteln.“
Der Grund für das Einreiseverbot war eine Festnahme im vergangenen April wegen einer Schlägerei auf dem Londoner Flughafen. Die Behörden weigerten sich nun, das danach verhängte lebenslängliche Einreiseverbot aufzuheben. The Home Office, so der Name der für die Ausstellung von Visas zuständigen Behörde, verwies darauf, dass sie nicht für kommerzielle Interessen Dritter verantwortlich gemacht werden könnten. Verantwortlich, so ein Sprecher der Behörde, sei man ausschließlich für die Sicherheit der britischen Öffentlichkeit. Die Gemeinde der Hiphop-Fans zeigte sich äußerst verstimmt über die Absage. Zwar können die Tickets dort zurückerstattet werden, wo sie gekauft wurden. Doch die BBC zitiert aufgebrachte Fans, die extra Urlaub genommen, Hotels und Bahnreisen gebucht hatten, um bei dem Konzert dabei sein zu können, sowie von geprellten Hiphop-Liebhabern, die bei eBay teure Tickets erstanden hatten.


