Die Behörden in Großbritannien wollen künftig mehr gegen die Flut von Piraterieprodukten unternehmen. Im Kampf gegen den Diebstahl geistigen Eigentums gibt es nun eine landesweite Strategie. Der britische Branchenverband BPI begrüßt diesen Schritt. Die Intellectual Property Crime Strategy, ein Regierungsprogramm zur Bekämpfung von Produktpiraten, entstand auf Bestreben des Patent Office und wurde am 10. August von Industrieminister Jacqui Smith vorgestellt. Die Initiative soll dafür sorgen, dass die unterschiedlichen Ermittlungsbehörden in Großbritannien ihre Ergebnisse frühzeitig zusammenführen und gemeinsam agieren können. Außerdem sollen die Beamten besser geschult und die Ergebnisse ihrer Arbeit jährlich öffentlich dokumentiert werden. Neben dem Industrieministerium stehen u. a. auch das Ministerium für Wissenschaft und Innovation, die Anti-Counterfeiting Group und das Trading Standards Institute hinter der Offensive. Für die BPI ein Schritt in die richtige Richtung: Der Branchenverband schätzt, dass Musikpiraten jährlich über 56 Mio. Pfund oder umgerechnet 84 Mio. Euro mit ihren Produkten verdienen. „Wir sehen es als einen ermutigenden Schritt, dass die Regierung Maßnahmen ergreift, um den britischen Kreativbranchen im Kampf gegen den Diebstahl geistigen Eigentums zu helfen“, erklärte EMI-Chairman Eric Nicoli. Industrieschätzungen zufolge haben Produktpiraten im Jahr 2003 für einen wirtschaftlichen Schaden von bis zu zehn Mrd. Pfund (15 Mrd. Euro) gesorgt und rund 4000 Arbeitsplätze vernichtet. Mehr zum Thema
Briten gehen geschlossen gegen Piraten vor
Die Behörden in Großbritannien wollen künftig mehr gegen die Flut von Piraterieprodukten unternehmen. Im Kampf gegen den Diebstahl geistigen Eigentums gibt es nun eine landesweite Strategie.


